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Pressesprecherin Nele Jennert verweist auf den Zuspruch für das Vamos, den sie von allen Seiten erhalte. Foto: A/st
Pressesprecherin Nele Jennert verweist auf den Zuspruch für das Vamos, den sie von allen Seiten erhalte. Foto: A/st

Vamos Kulturhalle: Wir arbeiten täglich für den Erhalt

lz Lüneburg. Die klare Ansage der Uni beim Besuch des Haushaltsausschusses des Landtages in Lüneburg, den Vertrag für die Vamos Kulturhalle nicht zu verlängern, ändert nichts am Kurs der Campus Management GmbH. Sie kämpft weiter für das Vamos und denkt offziell noch nicht über einen Plan B nach. Heute spricht die SPD-Kreistagsfraktion mit dem Betreiber um Chef Klaus Hoppe. Und auch andere Politiker, so die Campus-Leitung, hätten bereits Unterstützung für den Erhalt signalisiert.

Wie berichtet, läuft der Mietvertrag mit der Leuphana Universität für die Vamos-Halle 2016 ab, eine Verlängerung sei ausgeschlossen. Das hat Susanne Ohse, Projektleiterin des mächtigen Zentralgebäudes, das direkt neben dem Vamos steht, vor den Landtagsabgeordneten klargestellt. Und daran ändern auch Tausende Unterschriften nichts, die der Verein Campus in einer Petition gegen die Schließung sammelt. Nele Jennert, Pressesprecherin der Campus Management GmbH, zum Stand der Dinge und zur Zukunft der Kult-Halle.

Trotz Petition mit Tausenden Unterschriften sagt die Uni „nein“ zum Fortbestand des Vamos. Setzen Sie trotzdem weiter nach?
Jennert: Die Petition läuft noch 133 Tage mit Option auf eine Verlängerung um weitere 150 Tage. Wir sind derzeit schon bei knapp 4000 Stimmen. Allein in den letzten sieben Tagen haben wir 1000 Stimmen gewonnen. Die Zustimmung aus der Bevölkerung anhand der Kommentare auf www.Openpetition.de motiviert uns jeden Tag aufs Neue.

Wie viele Arbeitsplätze wären durch die Schließung des Vamos in Gefahr?
Jennert: Derzeit arbeiten zehn Festangestellte, drei Auszubildende (Veranstaltungskauffrau/mann) und 50 geringfügig Beschäftigte für die Vamos! Kulturhalle. Das Vamos hat in den letzten zwanzig Jahren rund 1500 Studenten einen Nebenjob ermöglicht.

Haben Sie denn für 2017 schon Künstler-Engagements angenommen?
Jennert: Engagements für 2017 hat der Vorstand des Campus Lüneburg e.V. bis jetzt noch nicht freigegeben.

War es das jetzt oder gehen Sie gegen das Uni-Votum vor?
Jennert: Wir arbeiten täglich für den Erhalt der Kulturhalle über 2016 hinaus. Auf der Homepage von OpenPetition finden sich übrigens zahlreiche Kommentare von Bürgerinnen und Bürgern, Zahlen und Fakten, woher unsere Stimmen stammen, sowie die offiziellen Stellungnahmen von Politikern.

Mehr zu diesem Thema:

Vamos-Kulturhalle hat an der Uni keine Zukunft

Vamos Lüneburg: Unterstützung per Petition

Vamos: Online-Petition zielt auf Stellungnahme der Politik

Der Vertrag für das Vamos läuft noch bis Ende 2016

Campus Lüneburg bleibt bis Ende 2016 Betreiber der Vamos! Kulturhalle

Ein gutes Zeichen für das Vamos?

 

18 Kommentare

  1. Es ist schon schlimm genug, dass der Libeskind-Bau um mehrere Millionen Euro teurer geworden ist, als ursprünglich geplant. In dem Zusammenhang muss man ja der Universitätsleitung um die Herren Spoun und Keller jegliche betriebswirtschaftliche Kompetenz deutlich absprechen. Entspricht das dem Anspruch, eine hochwertige Universität zu sein? Bei Lehre, Forschung und strategischer Positionierung ist die Leuphana in den letzten Jahren sicherlich sehr kompetent gewesen. Jetzt folgt leider aber die Disqualifizierung hinsichtlich der Sozialkompetenz. Das Studentenleben besteht nicht nur aus dem Lernen, sondern muss sich auch im ‚Abschalten‘ durch kulturelle Aktivitäten widerspiegeln. Dabei ist das Vamos in Lüneburg eine zentrale Einrichtung, die nicht ersetzt werden kann, Meine Herren, Sie verlieren meiner Meinung nach gerade den Blick für das wahre Leben und verfügen zur Zeit nur über einen einschränkten Blick fürs Wesentliche. Das ist sehr, sehr schade. Es macht mich auch extrem wütend, dass mein Wille als Steuerzahler nicht respektiert wird. ICH zahle schließlich für die desolate Finanzplanung. Jetzt noch das Vamos…. Irgendwann ist die Grenze, dessen, was ich als Bürger akzeptieren kann, erreicht. Für mich ist klar: Wenn das Vamos über 2016 hinaus nicht bestehen bleibt, dann verlege ich meinen Wohnsitz in anderes Bundesland. Eine sehr leichte Übung für mich. Dann können die Universität und Lüneburg weiter wirtschaften, und man verzichtet halt auf meine Steuereinnahmen, die wirklich nicht ganz unerheblich sind.
    Ingo Meyer

    • herr meyer, glauben sie ernsthaft, sie wären im kapitalismus nicht ersetzbar? sozial? wer fragt in diesem system noch danach? anderes bundesland, gleiches problem.

  2. nicht auf dem Campus

    Ich glaube eher das die Mehrheit der Studierenden sich über eine Schließung des Vamos freut.
    Für ein breites studentisches Publikum ist das Vamous aufgrund seiner Orientierung an stumpfer Mainstreamkultur uninteressant und stellt keine Bereicherung des studentischen Lebens dar.
    Die völlig lieblose und unkreative Gestaltung der Räumlichkeiten vermittelt eher den Charme einer Großraumdisko auf dem Lande.
    Ein Raum wie das Vamos hat in einer Stadt seine Existenzberechtigung doch nicht auf dem Campus und sicher nicht mit dem Anstrich studentisch zu sein.

    Schön wäre es wenn der Campus mehr echte studentische Freiräume beherbergen würde. Das Plan B ist hier ein beispielhafter Anfang, doch deutlich zu klein und nur für eine enge Auswahl an Veranstaltungen geeignet.

    • Tag, der den Sommer endet

      Das ist eine ziemlich verblasen opahafte Wortmeldung an der Grenze zur Propagandalüge, die deshalb wahrscheinlich auch nicht ohne Grund anonym gepostet worden ist. ALLES am ausgereiften Konzept, vor allem aber der überwältigende wirtschaftliche Erfolg des Vamos! (und nicht etwa „Vamous“), das über zwei Jahrzehnte, seitdem im August 1994 der Umbau der ehemaligen Turnhalle der Kaserne begann, DER Veranstaltungsort an und für sich in Lüneburg gewesen ist („Kulturhalle“ ist mit voller Berechtigung sein Nachname), SPRICHT FÜR DIE GROßARTIGE EINRICHTUNG, die Klaus Hoppe den Geschäftsführer der Lüneburger Campus GmbH, nicht nur zum Multimillionär, sondern „DEN CAMPUS“ der Fachhochschule Lüneburg zum überregionalen Markenbegriff gemacht hat. Auch ist überhaupt keine Frage, dass AN VORDERSTER STELLE das Vamos! zur Anziehungskraft „des Campus“ auf Studenten beigetragen hat. Das managende Präsidium der Hochschule weiß das auch und würde nur zu gerne – AUS GELDGRÜNDEN – einen solchen „mainstreamkulturellen“ Supermagneten im studentischen Umfeld erhalten, wobei „Mainstream“ ja nur heißen kann, was bei „den“ Studenten (und Nicht-Studenten) ankam und ankommt und eben NICHT auf eine akademisch herbeigeschwatzte „kreative Gestaltung“ angewiesen ist, sondern mit herausragenden „pop-künstlerischen“ Angeboten punktet.

      Das alles ist so. Und deshalb wird das junge Lüneburg das Vamos! schmerzlich vermissen. Zu Recht !!! Denn es ist sehr fraglich, ob etwas Vergleichbares in dieser Stadt jemals wieder möglich sein wird. Schon werden die Bilder blasser, entrücken sich der Zeit …

      Wohl spiegelt sie noch ein Wasser,
      doch auch dies Wasser ist weit.

      Rosen und Waffenspanner,
      Pfeile und Flammen weit –;
      die Zeichen sinken, die Banner –;
      Unwiederbringlichkeit

      TROTZDEM – obwohl ich das VAMOS! liebe – kann ich mich nicht mit dem kriecherischen Verhalten seiner Geschäftsführung anfreunden, die einen legalen Kündigungsprozess, das reguläre Auslaufen eines ordentlichen Vertrages zum Anlass nimmt, um – ÖFFENTLICH – per moralinsäuernd verlogener Petitions-Weinerlichkeit für die wettbewerbsverzerrende Legitimation zur Erlangung eines Geschäftsvorteils zu werben und feierlustige STUDENTEN und andere junge Leute vor den Karren ihres puren Geldverdiene-Interesses zu spannen.

      Wenn das Nutzen von Privilegien, guten Beziehungen ins Rathaus und subventionierten Mietobjekten die ganze Unternehmenskunst von Klaus Hoppe darstellt, tut es mir leid: ich kann nicht für ihn weinen und Landtagsabgeordnete fernbrieflich anbetteln. Hat er dem „Kulturleben Lüneburgs“ aber mehr zu bieten als seinen Sinn für unwirkliche, historisch einmalig günstige Gelegenheiten, an schnelles Geld zu gelangen, und hat er mit seinen Riesengewinnen vernünftig gewirtschaftet, wird ihm eine Lösung in neuer Umgebung einfallen. Warum nicht auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Rettmer, die ihm doch ohnehin gehört?

      Michael Winter

  3. Mit gewisser Verwunderung verfolge ich seit geraumer Zeit die immer wiederkehrenden Kampagnen für den Erhalt der VAMOS-Kulturhalle. Zu dieser Angelegenheit sollte man doch einfach mal Lüneburg´s Oberbürgermeister Mädge befragen.

    Die Stadt hat angeblich schon vor Jahren mit dem Besitzer der Nachbargrundstücke, dem LKH VVaG, über den direkt neben dem VAMOS gelegenen Grundstücksteil einen Pachtvertrag abgeschlossen. Der LKH VVaG hatte diese Grundstücke vor Jahrzehnten zwecks Neubau seines Verwaltungsgebäudes erworben. Seitdem liegen diese Traumgrundstücke brach. Derzeit befinden sich dort Stellplätze eines Autohauses, Bedarfsparkplätze und Brachflächen.

    Unterhalb eines dort schon befindlichen Blockheizwerks soll nämlich ein Parkhaus entstehen. Im Gegenzug soll dann die Heinrich-Böll-Straße, die das Gesamtgrundstück des LKH VVaG durchschneidet, zurückgebaut werden, um so wieder eine zusammenhängende Fläche entstehen zu lassen, über deren zukünftige Verwendung zurzeit nichts bekannt ist.

    Eine neue Zufahrtsstrasse für das geplante Parkhaus, den LEUPHANA-Campus und das dahinter liegende Wohngebiet würde dann zwangsläufig über das VAMOS-Gelände verlaufen. Dies war allerdings schon damals allen Beteiligten klar.

    Klar ist ebenfalls schon lange, dass eine aufstrebende Stadt wie Lüneburg eine große Veranstaltungshalle benötigt. Das eigentliche Problem ist doch, dass die Stadt genau dieses angesichts eines am Ende vielleicht 100 Millionen Euro teuren Universitätspalastes nicht auf die Reihe bekommt.

    Apropos Veranstaltungshalle: oben erwähnte Freiflächen würden sich ideal für einen solchen Bau eignen. Optimale Verkehrsanbindung und Parkflächen wären gegeben. Bestand da nicht mal eine Baubindung für die Käufer? Aber vielleicht ist das ja schon der heimliche Plan der Stadt, denn eines ist mal gewiss: der LKH VVaG wird dort niemals mehr bauen.

  4. Sa/So stand in der Lünepost, dass der Unternehmer Klaus Hoppe die gesamte SPD Kreistagsfraktion in seine Räumlichkeiten einlud um dort ihre monatliche Sitzung abzuhalten. Dort überzeugte er diese Fraktion das er Hoppe weiter das Vamos betreiben soll und die Politik doch Bitteschön Druck auf die Uni ausüben soll, damit diese einem Verkauf des Vamos an Herrn Hoppe tätigt. Natürlich unter Ausschluss einer Ausschreibung, damit nicht der Höchstbietende den Zuschlag erhält sondern Herr Hoppe einen Sonderpreis. (Herr Hoppe nennt das dann fairer Preis für sich gegen die anderen, die natürlich Spekulanten wären). Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, drohte er auch die Unterstützung eines Volleyballvereins, dessen Fan er ist , in Zukunft zu unterlassen, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden. ( Hoppe:…investiert Campus Geld in den Sport. Viel Geld…..Und wir wollen sie weiter unterstützen…Das alles würde wegfallen, wenn es das Vamos nicht mehr gäbe(für Hoppe), so Hoppe. AHA. Die SPD sagt ihre Unterstützung zu. (Wird jetzt wohl Druck auf die Uni ausüben, die bekommt ja schließlich von der Politik Zuschüsse, da wird sie schon weich werden!). Kann das wahr sein? Wenn das nicht die Lünepost wäre, hätte ich es nicht geglaubt. Ist das jetzt hier Mafia Lüneburg oder Korruptionslüneburg? Lieber Staatsanwalt übernehmen Sie, da uürde schon für kleinere Vergehen der Rücktritt eines Bundespräsidenten erzwungen. Und liebe Presse, bitte nicht noch Jubelberichte schreiben, sondern mal recherchieren was da läuft.

    • Gut beobachtet Heinzi. Aus diesem Grund würden mich und sollten den Rat auch ein paar Fragen interessieren um Hoppe und Friends besser zu verstehen:
      Wem gehört der Verein Campus Lüneburg e.V., wer sind seine Mitglieder, wie wird man Mitglied, wer entscheidet über die Mittelverwendung, wie sind die Stimmrechte aufgeteilt? Wie wird man Vorstand?
      Wem gehört die Campus Management GmbH?
      Ist Herr Hoppe, wie mehrfach erwähnt neben seiner Geschäftsführertätigkeit auch Gesellschafter der GmbH?
      Wer bzw. welche Personen berufen den Geschäftsführer der Campus Management GmbH?
      Welche Personen entscheiden über die Gewinnverwendung der Campus Management GmbH?
      Wieso konnte die Campus Management GmbH das Vamos bis vor 2 Jahren mietfrei nutzen? Wem ist die kalkulatorische Miete über viele Jahre entgangen? Welche Vorteile gaben sich für wem daraus? Selbst die Investitionen erscheinen für den langen Zeitraum gering als Kompensation für eine Miete. Tätigte der Verein auch Investitionen?
      Erhielt der Verein Campus Lüneburg e.V. Öffentliche Mittel?
      Würde die Campus Management GmbH nur gegründet um die Gewinne aus den lukrativen Geschäften außerhalb des Vereins auflaufen zu lassen, um im Verein keine Überschüsse ausweisen zu müssen?
      Warum profitiert die Uni und ihre Stiftung nicht von den guten Geschäften des Campus Vereins und der Campus Management GmbH?
      Warum kann das gut besuchte Vamos nicht zu marktüblichen Konditionen zu Gunsten der Uni oder der Stiftung an Campus vermietet werden? Die Einnahmen hieraus würden doch sicherlich auf Dauer interessanter für die Uni sein als ein Verkauf.
      Warum soll unbedingt Campus das Vamos betreiben?
      Warum soll die Uni, wie von Herrn Hoppe gewünscht das Vamos nicht meistbietend verkaufen? Auch ein Investor könnte das Vamos an Campus vermieten.

      • Werner Schneyder

        Die Satzung ist zugänglich und beantwortet einige der Fragen. Hier Auszüge:
        ============================

        §2 Zweck des Vereins

        Der Verein „Campus Lüneburg e.V.“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i. S. d. Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
        Zweck des Vereins ist es, in Zusammenarbeit mit den Allgemeinen Studierendenausschüssen die Studierenden und weitere Personen im Sinne des Abschnittes Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung wirtschaftlich, sozial und kulturell zu fördern.
        Der Satzungszweck wird dadurch verwirklicht, dass der Verein unter der Berücksichtigung umweltgerechter Kriterien preisgünstigen Wohnraum für Studierende und weitere Personen im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung schafft und verwaltet. Darüber hinaus fördert er die Einrichtung von Aufenthaltsbereichen, sozialen Einrichtungen und Kommunikationsstätten. Er kann diese auch selbst einrichten und betreiben. Zu diesem Zweck arbeiten der Verein und der Allgemeine Studierendenausschuss mit den Hochschulen eng zusammen.
        Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. …

        §4 Mitglieder

        Der Verein hat Mitglieder und Fördermitglieder. Die Zahl der Mitglieder ist begrenzt auf maximal 25, die der Fördermitglieder ist nicht begrenzt. …

        §11 Beirat

        Die Mitglieder des Beirates werden für die Dauer von 3 Jahren von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes gewählt.
        Der Beirat besteht aus mindestens fünf Mitgliedern. In diesem sollen das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Universität Lüneburg, der Landkreis Lüneburg, die Stadt Lüneburg vertreten sein.

        §9 Vorstand

        Die Vorsitzende bildet den Vorstand nach § 26 BGB. Sie ist allein vertretungsberechtigt.
        Willenserklärungen, durch die der Verein verpflichtet oder über sein Vereinsvermögen verfügt wird, werden von der Vorsitzenden abgegeben. Der Vorstand kann eine oder mehrere Geschäftsführerinnen zur Wahrnehmung der Aufgaben des Vereines einstellen. Der Vorstand kann der/den Geschäftsführerin/nen Vertretungsvollmacht übertragen und Vollmacht zur Vertretung des Vereins bei Rechtsgeschäften erteilen. Der Aufgabenbereich wird durch einen Geschäftsführervertrag bestimmt. Die Geschäftsführerin nimmt an den Vorstandssitzungen teil und hat halbjährlich Rechenschaftsberichte über ihre Arbeit gegenüber den Vorstandsmitgliedern abzugeben. Die Geschäftsführerin darf kein Mitglied des Vorstandes sein. …

        • Puh, das wirft ja mehr Fragen auf als es beantwortet. z.B. Wer sind die zugelassenen 25 Mitglieder, wie wird man einer von ihnen und vor allem auch was passiert, wenn der Verein seine scheinbare Gemeinnützigkeit verliert oder der Verein sich aufgelöst? Fällt das Vereinsvermögen dann den max. 25 Mitgliedern zu? Ist es übrigens gemeinnützig, wenn man eine Volleyball GmbH unterstützt um Nationale und Internationale Spieler nach Lüneburg zu locken und zu bezahlen. Nichts gegen eine schlagkräftige Bundesliga Truppe die von Privatunternehmen und Privatpersonen bezahlt wird. Das erschließt sich mir zunächst mal nicht.

    • Werner Schneyder

      Ja, das wunderte mich auch: Kann jeder Unternehmer bei der Kreistagsfraktion vorstellig werden? Zudem: Wo bleibt das Soziale bei der SPD – siehe z.B. Eintrittspreise?

  5. Herr Hoppe fordert mittlerweile schon den Verkauf des Vamos von der Uni an sich bzw. seinen Campus e.V., damit seine Management GmbH weiterhin ohne Wettbewerb bleibt und in Zukunft nur er weiterhin die Bewirtung und die Geschäfte auf dem Unigelände betreiben darf. Hierzu bringt er sogar seinen Volleyballverein in Stellung, der scheinbar an seinem finanziellen Tropf hängt und die Einnahmen aus seiner Disco braucht…..
    Schöne kleine Welt des Herrn Hoppe und die Ratsherren der SPD sind ganz begeistert nachdem Sie die Bewirtung von Herrn Hoppe auf ihrer Sitzung im Vamos genießen durften. Kritische Fragen wurden nicht gestellt, so geht Politik heute in Lüneburg. In der auch auf der LZ beworbenen Petition geht es ganz nebenbei nicht nur um die Erhaltung des Vamos sondern im kleingedruckten um die Erhaltung UND die Betreibung durch Herrn Hoppe. Bei dieser Dreistigkeit kann man ja nur hoffen, dass die Lokalpolitiker aufwachen und eine ordentliche Ausschreibung der Uni für die Bewirtschaftung des neuen Zentralgebäude und des Vamos durchführen. In solch einem Verfahren darf Herr Hoppe natürlich gerne dran teilnehmen.

    • Liebe Edmund Kisicki, Rüdiger, Hans-Peter Dierks (oder Bernd), Klaus Bruns, Peter, Werner Schneyder, Heinzi, Michael Winter, Klaus und Ingo Meyer ich hatte das Folgende schon einmal bei Blog.jj gepostet, bin aber von LZ-Trollen mit faulig stinkendem Dumpfsinn überkübelt worden.
      (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/300925-gruene#comment-62757)
      Darum noch einmal: wir alle sollten nicht gleich wieder den alten Fehler machen, unser diffuses Unbehagen über schleichende Veränderungen in Rio de Janeiro, in Scharnebeck und am Bockelsberg in pauschale Verachtung für eine politische Klasse zu transformieren, in die bedarfsweise und nach Gelegenheit auch Wirtschaftsbosse oder Journalisten eingemeindet werden. Herr Klaus Hoppe ist zuallererst ein sehr tüchtiger Geschäftsmann, der, obwohl er (Und warum denn auch nicht?) persönlich davon profitiert hat, sehr viel Gutes fürs kulturelle Leben in Lüneburg geleistet hat. Sie sollten nicht versuchen, einen Unternehmer zu diabolisieren, der – natürlich – manches „unternimmt“, um in der Branche, in der er etwas zu bieten hat, am Ball zu bleiben und sich nicht einfach so die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Das ist legitim, legal sowieso und wird sogar von einem tatkräftigen und der Zukunft zugewandten mittelständischen Arbeitgeber und Steuerzahler erwartet. Also ist nicht das, WAS Herr Hoppe probiert, irgendwie problematisch, sondern die Art, WIE er daran geht und wie sich seine wieder einmal unfreiwillig lustigen Kontrahenten (= Widersacher UND [Vertrags-]Partner) aus der kommunalen Verwaltungsspitze und dem Fachhochschulpräsidium dazu verhalten, denen wir ja schon weit bedeutendere (und kostspieligere) Komödien verdanken, — DAS ALLES besitzt ein erhebliches Potential an belehrendem Unterhaltungswert für die bildungsbeflissene Neugier eines Publikums, wie es sogar ein Bühnendichter vom Format des scheidenden Theatermannes Holm Keller niemals gering geschätzt oder gar enttäuscht hat. Denn, das war dem „hauptberuflichen Vizepräsidenten“ bei allen seinen grandios kalkulierten Inszenierungen stets ebenso bewusst wie unserem Mädge-Nahrstedt-Tandem bei den ihrigen, dass nämlich schon in der Ars Poetica des Horaz ab Vers 333 Folgendes steht: „Aut prodesse volunt aut delectare poetae (zu dt.: „Die Dichter wollen entweder nützen oder unterhalten“) aut simul et iucunda et idonea dicere vitae“ (deutsch: „oder zugleich Erfreuliches und für das Leben Nützliches sagen“).

      Nicht mehr, aber auch nicht weniger dürfen wir erwarten, wenn wir den Verlauf des Vamos!-Dramos verfolgen und uns voller Bangigkeit fragen, wie viele grimme Keiltreibereien so ein über Jahre gewachsenes und gepflegtes freundschaftliches Beziehungsgefüge wohl aushält, bevor schmutzige Wäsche an der Brausebrücke gewaschen wird.

      _________________

      Dazu hat Heinz Rüdiger Hansen am 16. Februar 2016 um 15:36 Uhr bei Blog.jj geschrieben:

      Im Januar 2015 war die Welt noch in Ordnung:

      http://www.luenepost.de/lokales/bekommt-lueneburg-eine-neue-sport-und-stadthalle/

      Im Dezember 2015 hat Leonard Karstens mal überschlagen, wo das Problem liegen könnte:

      http://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/286665-der-vertrag-fuer-das-vamos-laeuft-noch-bis-ende-2016#comment-60461

      • Hallo Paula, können Sie mir mal erklären, was daran tüchtig ist, scheinbar zentrale Campus Immobilien mehr oder weniger geschenkt zu bekommen mit diesen als Studentenwohnheimen, Gerwerbevermietung und Café Betreibung Geld zu verdienen, eine Vamos Kulturhalle scheinbar über 20 Jahre mietfrei zu betreiben (Mietvorteil über 1 Mio), diese Kulturhalle scheinbar noch mit Hunderttausenden vom Steuerzahler subventionieren lassen…….. Es wäre meines Erachtens ein Riesen Fehler der Uni Stiftung das Vamosgelände zu entreißen, man mag zu Spoun und Keller stehen wie man will, aber diese Präsidenten werden irgendwann gehen und der „tüchtige“ Mann wird bleiben. Da darf die gerade populäre Häme gegenüber der derzeitigen Unileitung gerne mal pausieren. Die nächste Unileitung wird es danken. Für zukünftige Entscheidungen muss die Uni profitieren und nicht ein Privatmann. Da wurde schon lange genug zugeschaut.

        • Hallo Herr Wilm,

          ich schaue als Theaterliebhaberin auf das Stück, das hier nun schon seit mindestens sechs Jahren gegeben wird, und auf seine Hauptdarsteller, die mich in ihrer direkten, ja, hölzernen Einfalt und Einfachheit auf allen drei Seiten an die Karikaturen von Molière erinnern, aber ich werfe mich nicht als moralisch Urteilender in die Brust, denn dazu fehlen mir die nötigen Kenntnisse über Einzelheiten und Hintergründe der getroffenen Abreden….

          Wollen Sie aber Ihr Blut in Wallung bringen, indem Ihnen von geheimen Machinationen, von der Kunst der sogenannten „feinen Usancen“ und der kleinen Durchstechereien erzählt wird, da bin ich nicht die Richtige. Vielleicht blicken Sie einfach nach unten zu dem Kommentar von Frau Mechthild Schülke.

  6. ¡Vamos! oder ¿Vamos?

    Unter den Überschriften: „OB sagt Ja zu Stadthalle und Stadion / Im März sollen Pläne für Großsporthalle in Lüneburg vorgestellt werden • Bis 2020 soll das neue LSK-Stadion stehen“ hat sich OB-Mädge am Mittwoch, 27. Januar 2016 in der Lünepost auf Seite 5 folgendermaßen eingelassen:

    »LÜNEPOST: Und wie sehen Sie die Zukunft des Vamos? Die scheint unsicher. Da läuft gerade eine Online-Petition für den Erhalt der Kulturhalle.

    MÄDGE: Die Online-Petition erschwert es mir, Brücken zu bauen. Die Kulturhalle muss bei der Uni sein. Ein möglicher Standort wäre das benachbarte Gelände der Landeskrankenhilfe. Meine Vorschlag wäre: Gebt dem Vamos noch drei Jahre einen Vertrag. In dieser Zeit kann Herr Hoppe eine neue Halle bauen. Die kostet aber fünf bis acht Millionen Euro, die er finanzieren muss.«
    Quelle: http://www.luenepost.de/epaper/2834030eb6a953057af9dfec85e80c91/PDF/LP-27_01_2016.pdf

    »Inwieweit der Libeskind-Bau einmal zumindest das Kulturprogramm des Vamos ergänzen oder ersetzen kann, das bleibt abzuwarten. Eine mögliche Ausschreibung zur Suche eines Betreibers steht noch aus. „Wir werden uns wohl voraussichtlich bewerben“, sagte Klaus Hoppe im Dezember 2013.«
    Quelle: http://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/132378-lueneburgs-ort-fuer-die-stars

    In der Lünepost vom Sa./So., 13./14. Februar 2016 unter der Überschrift „Welle der Solidarität mit dem Vamos“ auf Seite 3 erklärte Klaus Hoppe dann ohne Zögern, er sei unbedingt für eine ganz individuelle Wettbewerbsverzerrung zu seinen Gunsten, für die der Steuerzahler ruhig einmal Verständnis aufbringen könne. Klaus Hoppe nämlich appellierte: „Eine öffentliche Einrichtung wie die Uni, die zu 90 Prozent aus Steuermitteln gefördert wird, sollte das Vamos nicht an den Meistbietenden – womöglich einen Spekulanten – veräußern, sondern zu einem fairen Preis an uns.“ Mit anderen Worten: „Wieso soll nur eine Uni die öffentliche Hand schröpfen dürfen, wieso nicht auch ein privatwirtschaftliches Unternehmen, indem es besagte Uni daran hindert, ihr Eigentum zum erzielbaren Marktpreis zu verkaufen, um wenigtens einen Bruchteil der verursachten Kosten selbst zu bestreiten — oder zumindest nicht noch weitere zu verursachen. Die Lünepost jubelt: „Für diesen Vorschlag gab‘s einhellige Zustimmung.“ Wohlgemerkt: diesen Vorschlag des präsumtiven Nutznießers, den Steuerzahler um ein paar Milliönchen zugunsten der Campus GmbH zu prellen, hat die komplette Stadrats- und Kreistagsfraktion der SPD mit Wohlwollen beklatscht.
    Quelle: http://www.luenepost.de/epaper/3db2edd5f9d58836f24f74923748ea86/PDF/LP-13_02_2016.pdf

    ¿Qué gracioso, verdad? – ¡Por supuesto!

    Wie lange und nach welchen Regeln das Spielchen läuft, entnimmt man folgendem Eintrag bei LeuphanaWatch von vor fast vier Jahren:

    »Holm Keller, der Vizepräsident der Leuphana Universität Lüneburg, hatte bislang ein Problem mit dem Bau des Zentralgebäudes. Zwar macht die Baustelle Fortschritte, aber der Biergarten des Vamos muss für die Baugrube weichen. Sonst kann nicht gebaut werden. Das Grundstück des Biergartens ist aber (wie das Vamos selbst) bis 2014 an Campus Lüneburg verpachtet und das Unternehmen wollte bislang seinen Biergarten nicht früher hergeben. Seit Jahren kursieren immer wieder andere Optionen für eine Lösung über den Campus. In den vergangenen Wochen wurde hinter den Kulissen nun unter erheblichem Zeitdruck intensiv verhandelt. Campus strebte eine Verlängerung des Pachtverhältnisses an, Holm Keller benötigt sofort die Fläche mit dem Biergarten.[1]

    Anfang März spekulierte die Landeszeitung plötzlich über „fünf häufig genannte“ Standortalternativen für das Vamos. Genannt wurden der Unicampus Volgershall, der Sportpark Kreideberg, die Sporthalle der Schlieffen-Kaserne, das Kulturforum Gut Wienebüttel und ein Neubau auf den neben dem Vamos liegenden Brachflächen der Landeskrankenhilfe. Alternativ konnte sich die LZ auch eine Vertragsverlängerung am derzeitigen Standort als „nicht vollkommen unwahrscheinlich“ vorstellen.[2] Undenkbar, dass derlei Gedankenspiele ohne wohlwollende Signale aus dem Leuphana-Präsidium, dem Rathaus oder gar von Campus Lüneburg erfolgt sind. Es wird sich um einen Testballon gehandelt haben, um die Öffentlichkeit vorsichtig auf mögliche Szenarien vorzubereiten.

    Wie LeuphanaWatch nun exklusiv berichten kann, ist nach wochenlangen harten und komplizierten Verhandlungen im letzten Moment der entscheidende Durchbruch gelungen. In Gesprächen der Leuphana Universität Lüneburg mit der Campus Management GmbH und unter Mitwirkung der Hansestadt Lüneburg gelang es vor einigen Tagen eine Lösung zu finden. Diese ermöglicht den zeitnahen Baubeginn für das Zentralgebäude und bietet auch für Campus Lüneburg eine akzeptable Perspektive. Vizepräsident Holm Keller wirkte nach offenbar nervenaufreibenden Wochen sichtlich erleichtert über den Durchbruch bei den Verhandlungen, wie gut informierte Kreise auf dem Campus LeuphanaWatch exklusiv berichteten. Schon in Kürze soll das Verhandlungsergebnis der Öffentlichkeit präsentiert werden. Aus Gründen der Fairness möchten wir nicht vorgreifen…

    Nachweise:

    [1] „Poker um die Vamos-Zukunft“ vom 03.02.2012, LZ Seite 4
    [2] „Kulturhalle sucht Zukunft“ vom 01.03.2012, LZ Seite 1 & 3«

    Quelle: http://leuphanawatch.blogspot.de/2012/03/durchbruch-in-der-vamos-frage.html

    MfG, Mechthild Schülke

  7. Ticktack ist die neue Taktik

    Mit Blick aufs Vamos darf mit Recht gefragt werden:

    Treibt Lüneburgs SPD den Hoppe-Keil ins leuphanatische Geldinteressengefüge?

    Und:

    Ist das nun Torheit oder Taktik von der Lüneburger SPD? Oder beides zugleich? Weil man meint, die Zeit heile alle Wunden – und wenn nicht, wundere sich nach einiger Zeit vielleicht wenigstens niemand mehr?

    Henrik Gräber