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Asita Djavadi singt am Sonnabend Lieder von Edith Piaf; Philip Richert und Fabian Kloiber, hier im ab heute wieder gespielten Faust I, laden am Dienstag zur Benefiz-Gala. Foto: nh
Asita Djavadi singt am Sonnabend Lieder von Edith Piaf; Philip Richert und Fabian Kloiber, hier im ab heute wieder gespielten Faust I, laden am Dienstag zur Benefiz-Gala. Foto: nh

Lulu Mimeuse bittet um Spenden

ff Lüneburg. Kristin Darragh singt „Nur nicht aus Liebe weinen“, Fabian Kloiber und Matthias Herrmann spielen einen Sketch aus „Mr. Pilks Irrenhaus“ und fragen: „Wie lange geht was schon?“ Das Ballett­ensemble tanzt eine Szene aus „Carmen“ und Olga Prokot spricht das Solo „Die Teekanne“ von Ingrid Lausund. Quer durch alle Bühnenlandschaften geht es am Dienstag, 16. Februar, 20 Uhr im Lüneburger Theater, dann laden die Schauspieler, Sänger und Tänzer zur Benefiz-Gala zugunsten der Hilfe für Geflüchtete.

Gastgeber ist das Schauspiel-Ensemble, im Kern Fabian Kloiber und Philip Richert. Als Robespierre und Danton sind sie aktuell auf der Bühne erbitterte Gegner, hier ziehen sie an einem Strang. „Fast alle Mitglieder aus allen Sparten hatten sofort zugesagt, mitzumachen“, sagt Philip Richert. Er führt als Lulu Mimeuse („Denn ohne Discokugeln wär das Leben ärmer“) durch den Abend, zu dem nicht nur Ausschnitte aus aktuellen Produktionen gehören; Franka Kraneis beispielsweise singt „Somewhere over the Rainbow“, Greogor Müller ist mit dem Chanson „Paris s`éveille“ dabei. Stan und Ollie (Lothar Nierenz und Alexander Eissele) werden sich zanken, mit mehr Harmonie ist bei den Comedian Harmonists zu rechnen. Alles in allem wird es wohl auf zweieinhalb Stunden Show (inklusive Pause) bis zum großen Finale mit einem „griechischen Chor“ hinauslaufen, alles ist mit heißer Nadel gestrickt.

Fabian Kloiber sorgt für das Drumherum, „es geht auch darum, das Ehrenamt zu würdigen“. Bereits um 18.30 Uhr stellen sich Hilfsorganisationen im Theater-Foyer vor, vom Päd In über Diakonie und DLRG bis Geez, das ist eine Alphabetisierungs-App für Flüchtlinge. Auch im Foyer wird eine kleine Bühne stehen, eine Fotoausstellung präsentiert Porträts jener Theatermitarbeiter, die in irgendeiner Form Migrations-Hintergrund haben — und das sind erstaunlich viele. Nach der Gala wird weiter gefeiert, DJ Paul Jansen legt auf. Auch hier geht es nicht ohne ein bisschen Improvisation. Fest steht: Der Eintritt kostet fünf Euro, damit sind aber nur die reinen Produktionskosten abgedeckt, also gibt es eine Spendenbox, Lulu Mimeuse wird das Publikum daran erinnern. Der Vorverkauf läuft gut, wer dabei sein möchte, sollte sich also beizeiten Tickets sichern.

Am Sonnabend, 20 Uhr, gibt es ein Wiedersehen mit Asita Djavadi: Die Sängerin lässt unter dem Titel „Asita meets Piaf“ einige der bekanntesten Chansons von Edith Piaf im Großen Haus des Theater Lüneburg erklingen, begleitet von den Lüneburger Symphonikern unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Dorsch. Neben „Padam“ und „Milord“ stehen natürlich auch ihre beiden populärsten Lieder, „La vie en rose“ und „Non, je ne regrette rien“ auf dem Programm — außerdem Songs aus Musicals von Cabaret bis Les Misérables. Im Frühjahr 2005 hatte Asita Djavadi als Piaf im gleichnamigen Theaterstück nach Pam Gems die Rolle der Sängerin gespielt und gesungen, die aus einer bitter armen Familie stammte, sich im Widerstand gegen die Nazis engagiert hatte, als Sängerin zu einer Ikone Frankreichs wurde.

Noch ein Ausblick: Das Kammerkonzert No. 3 am 21. Februar steht unter dem Motto „Mal was Jüdisches“. Idan Levi (Flöte), Ivan Neykov (Violine) und Yarden Lapid (Klavier) spielen sowohl traditionelle Musik als auch Klezmer und Werke von unter anderem M. Ravel, M. Bruch, J. Williams und J. Bock.