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Thomas Ney, hier in einer Szene aus „Event“, geht als Ekel Alfred auf die Bühne. Erika Döhmen, seine Ehefrau im richtigen Leben, wird er  dann als „dusselige Kuh“ beschimpfen. Foto: A./t&w
Thomas Ney, hier in einer Szene aus „Event“, geht als Ekel Alfred auf die Bühne. Erika Döhmen, seine Ehefrau im richtigen Leben, wird er dann als „dusselige Kuh“ beschimpfen. Foto: A./t&w

KulturBäckerei: Thomas Ney plant neue Comedy-Produktion

oc Lüneburg. Irgendwann muss Schluss sein und das lässt sich datieren: Es passiert am 10. Juni. Dann will Thomas Ney das Kapitel Loriot zuklappen. Der Schauspieler und Regisseur wird mit seinem Team mehr als 20-mal die Frage mit dem Frühstücksei debattiert und festgestellt haben: „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.“ Immer am 10. eines Monats haben sie die Sketche gespielt, und ausverkauft sind fast alle noch folgenden Vorstellungen.

Darum gibt es eine zusätzliche und zwar am Sonntag, 10. April, um 19.30 Uhr in der KulturBäckerei. Loriot aus dem Hause Ney ist außerdem in kleiner Besetzung heute, Freitag, im Bad Bevenser Zelt im Park zu erleben. Dort werden Ney und Erika Döhmen ab 19.30 Uhr auch Texte aus Loriots Ansprachen, Briefen und Kochrezepten vortragen. Im Kopf aber ist Thomas Ney eigentlich schon ganz woanders, nämlich bei Ekel Alfred.

Hinter dem Mann verbirgt sich eine Fernsehgröße, die Mitte der 70er-Jahre zur Berühmtheit wurde. 25 Folgen produzierte der WDR unter dem Titel „Ein Herz und eine Seele“, geschrieben hatte die Serie Wolfgang Menge (1924-2012). Im Mittelpunkt der Kleinbürgergeschichten aus der Reihenhaussiedlung steht Alfred Tetzlaff, das Ekel, ein Stammtischpolitiker, der über Ausländer herzieht, sein Wissen aus der Bild bezieht und an nichts und niemandem ein gutes Haar läst. Heinz Schubert (1925-1999) spielte den Mann. „Wir haben zwei Folgen genommen und wollen sie miteinander verzahnen, sodass es einen runden Theaterabend gibt“, sagt Thomas Ney. Drehbücher für „Die Bombe“ und „Silvesterpunsch“ liegen bei Ney auf dem Tisch.

Das Team steht. Erika Döhmen ist die Frau, die vom Gatten meist als „dusselige Kuh“ bezeichnet wird. Isabel Arlt spielt die Tochter und Leif Scheele den Schwiegersohn, den Alfred als „Komsomolze“ oder „langhaarige bolschewistische Hyäne“ beschimpft. Thomas Ney wird, auch wenn die Statur nicht stimmt, den Alfred spielen. Das ist dem Budget geschuldet, nicht alle Zuschussanträge wurden bewilligt.

Um die Produktion abzusichern, hat Ney eine Art Crowdfunding gestartet. Er sucht Förderer, auf seiner Homepage www.thomasney.de bewirbt er seine Aktion. Premiere für „Ein Herz und eine Seele“ wird im September sein.

One comment

  1. Das Kapitel „Loriot“ ist natürlich nicht für immer zugeklappt. Irgendwann, vielleicht in zwei, drei Jahren, geht’s weiter mit einem neuen Kapitel. Das Thema steht bereits fest: „Weihnachten bei Hoppenstedts“ mit für Lüneburg ganz neuen Sketchen!