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Jörg Schwedler gehört zu den Slammern, die sich mit der Welt der Nachrichten befassen werden. Foto: heike kölzer/nh
Jörg Schwedler gehört zu den Slammern, die sich mit der Welt der Nachrichten befassen werden. Foto: heike kölzer/nh

Poetry-Slam im Kulturforum: Jedes Wort wert

lz Lüneburg. Dass die Zeitung jedes Wort wert ist, das ist für Verleger und Redakteure Ehrensache. Aus ganz anderer Perspektive wird der Slogan „Jedes Wort wert“ am Freitag, 6. Mai, ab 20 Uhr im Kulturforum untersucht. Dann nehmen sich sieben Poetry Slammer, ein Moderator und ein Musiker des Themas an. Wer von den Autoren bzw. Performern ins Schwarze trifft, das entscheidet wie immer bei einem Poetry Slam das Publikum. Spaß und spitze Worte sind garantiert.

Ob gedruckt oder digital: Warum lohnt es sich, die regionale Zeitung lesen? Diese Frage beantworten die Slammer. Im Mittelpunkt stehen könnten Lob oder Kritik an der Qualität des regionalen Journalismus. Tageszeitungen wollen glaubwürdig sein, unabhängig berichten, schlau machen, die Region verbinden und über das schreiben, was wirklich wichtig ist. Sehen das die Wortakrobaten genauso? Oder vertreten sie eine ganz andere Auffassung?
Gemeldet sind sieben Kandidaten. Einige kennen die Region gut, etwa Jörg Schwedler. Er kam über die Abende der Längs-Lesebühne nach Lüneburg, lebt mittlerweile in der Stadt. Schwedler ist (mit Liefka Würdemann) Gastgeber der Reihe Kunst & Frevel im Salon Hansen, die heute, Mittwoch, eine neue Runde erlebt (Einlass: 19.30 Uhr).

Häufig zu Gast in Lüneburg war „Schriftstehler“ Armin Sengbusch. Er ist mit eigenen Texten unterwegs, mit Carsten Pape als „Feuerbruder“ liiert, und er bietet Loriot-Lesungen wie an diesem Freitag in den Hamburger Kammerspielen. David Gerhold war Stadtmeister 2014 in Magdeburg, lebt und slammt jetzt in Hamburg. Lennart Hamann setzte sich mit seinen Texten schon in Lüneburg durch. Robert Kayser aus Hannover könnte, wenn es die Zeit zuließe, die „Geschichte der Menscheit“ in drei Aufzügen abfertigen, das lässt sich bei YouTube besichtigen. Tobi Kunze, seit 2001 bühnenaktiv, vertritt ebenfalls Hannover, genauso wie Gerrit Wilanek, der wie die Kollegen von Slam zu Slam tourt.

Moderiert wird der Abend von Dominik Bartels. Er hat mehr als 1000 Auftritte absolviert, qualifizierte sich fünfmal für die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam. Seit 2010 organisiert, veranstaltet und moderiert Bartels Literaturveranstaltungen in der Region Braunschweig und auf seiner Heimatinsel Usedom. Bartels wird die Jury aus dem Publikum auswählen und den Musiker vorstellen, der sicher auch jedes Wort wert ist. Jörn P. Boll alias Einmannmusik ist ein Hamburger Singer/Songwriter, der auch mal Gitarre und Melodie weglässt und slammt.

Karten für „Jedes Wort wert“ gibt es vorab bei der LZ-Veranstaltungskasse, Am Sande.