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Abwärts beim ersten Unplugged-Konzert der Band. Foto: t&w
Abwärts beim ersten Unplugged-Konzert der Band. Foto: t&w

Abwärts: Eine Art von Legende

oc Lüneburg. Clubs gibt es in der Stadt, die sollten Denkmalschutz erhalten: das hoffentlich unrenovierbare Café Klatsch zum Beispiel oder der Saal von Nolte, dem Haus mit Kegel- und Roxy-Kino-Geschichte an der Dahlenbuger Landstraße. Carsten Nolte lockt seit Jahren Bands auf den Saal, viel Rockabilly, zunehmend aber schillernde Perlen aus Punk und Pop. Jetzt gab es dort eine Premiere in neuem Lichterschein: Abwärts, eine der wohl unkaputtbaren Punk-Legenden des Landes, spielte erstmalig ein Unplugged-Konzert.

Die Geschichte der Band, die immer eine politische Haltung gegen Rechts bewies, führt aufwärts bis in die USA und nach Japan, zu begeisterten Kritikern und treuer Fangemeinde. Es gibt ebenso viele Kapitel von Abbruch und Abrutschen, aber irgendwie haben die Musiker um Frank Z. eine Kurve nach der anderen gekriegt. Zur Band zählt seit 2004 Rod González von Die Ärzte, der den Saal längst kennt, dort mehrfach mit seiner Truppe Más Shake 60er-Beat aus Südamerika spielte auch sehr speziell.

Gute zwei Stunden rockten, spaßten und schwitzten sich die Abwärtsmänner durch ihr immenses Repertoire bis hin zu Stücken wie „Computerstaat“, „Terror-Beat“ und „Grab dich selber ein“.