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Anfang Juni werden 3000 Menschen hinter ihnen tanzen: Sarah Kociok (r.). Johann Meis und Manon Haar vom lunatic-Team. Foto: oc
Anfang Juni werden 3000 Menschen hinter ihnen tanzen: Sarah Kociok (r.). Johann Meis und Manon Haar vom lunatic-Team. Foto: oc

lunatic Festival: Mehr als Musik

oc Lüneburg. Es gibt viel zu tun, es wird jetzt jeden Tag mehr, aber es gibt auch guten Grund, entspannt auf den 3. und 4. Juni zuzusteuern. Das lunatic-Festival wird ein Erfolg, die Kombitickets für beide Tage waren schon weg, als die Headliner noch gar nicht feststanden. Tagestickets mögen noch vereinzelt im Angebot sein. 3000 Besucher pro Tag dürfen auf die Mensawiese, und sie werden da sein bei dem studentischen Festival, das seit 2004 Musik und mehr auf den Campus bringt.

Ausgangspunkt war einmal ein Praxisseminar namens „Festivalorganisation“. Daraus entstand ein Festival, das von A bis Zett von Studierenden durchgeführt wird. Die Teilnahme läuft über zwei Semster, im ersten wächst man hinein, im zweiten wird die Verantwortung übernommen. In diesem Jahr liegt die Projektleitung bei Johann Meis. „Wie immer konnten wir uns bei der Musikauswahl nicht so recht entscheiden“, sagt er, „so wird es nun am Freitag wieder mehr HipHop geben, am Sonnabend mehr Indierock.“ Wie die von Jahr zu Jahr gewachsenen Besucherzahlen stieg parallel das Angebot um die Musik herum. Denn das lunatic will weit mehr sein als ein reines Musikfestival.

Zunächst mal aber sei es ein Lernprojekt, sagt Seminarleiterin Sarah Kociok. „Höher, schneller, weiter ist nicht die Prämisse, wir sind nicht auf Profit aus, wir haben auch die Ticketpreise nicht angehoben.“ Jedes Team will aber neue Akzente setzen, „es gibt immer heroische, große Vorhaben“, stellt die Seminarleiterin fest, „die wir der Realität angepasst haben“, ergänzt Johann Meis.

Gewachsen ist der Kunstbereich, es wird kleine Extra-Spielstätten auf dem Gelände geben und Walking Achts, „zum Beispiel eine Marching Band, die Techno macht“, sagt Johann Meis. Es werden wie in jedem Jahr auch inhaltliche Themen behandelt, diesmal etwa der Komplex Nachhaltigkeit im digitalen Bereich. Zum „Wiesenforum“ wird unter anderem der Chaos Computer Club erwartet.

Im Vorfeld zum Festival gab es Partys, vor Ort und auch im Hamburger Molotow, einen Bandwettbewerb, und jetzt kündigt Manon Haar vom Team einen Vorgeschmack aufs Kunstprogramm an. Ab morgen, Sonnabend, 19 Uhr zeigt in der Mondbasis am Alten Kran Miró Tiebe für vier Wochen Bilder, in denen er sich auf eine Gratwanderung zwischen Ordnung und Unordnung in einer harmonischen Komposition begibt.

Im Zentrum des Festivals am 3./4. Juni stehen aber die Musiker. Das sind in diesem Jahr: Akua Naru, Hundreds, Großstadtgeflüster, Umse, Abby, Fatoni, Meute, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Leyka, Kafka Tamura, Boreals, Foxos, Juju Rogers, Chima Ede, Gatwick, Animi Vox, Passepartout, Unumgänglich und Afrodevinci. Genaueres findet sich unter www.lunatic-festival.de und auf der Facebook-Seite.