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Kurze Pause für den Fotografen: Karin Greife und Dirk Helbig sind dabei, den Übungsräumen das passende Äußere zu geben. Foto: t&w
Kurze Pause für den Fotografen: Karin Greife und Dirk Helbig sind dabei, den Übungsräumen das passende Äußere zu geben. Foto: t&w

Lets Rock: Mehr Platz, mehr Bands

oc Lüneburg. Jürgen Thiele macht keine halben Sachen. Was er unternimmt, das wird bis ins Detail geplant und umgesetzt. Das war bei seiner Firma Profi Musik so, und seit er die Firma abgab, bekommen Projekte, die er anschiebt, zu spüren, dass Qualität eine feine Sache ist. Thiele war schon früh ein Strippenzieher für Bands und ist es noch heute. Er begann in jungen Jahren, Klang und Technik zu versöhnen, und heute gibt er von seinem beruflichen Erfolg einiges zurück: Seit 2013 läuft „Lets Rock“, ein Projekt mit Übungsräumen, jetzt öffnet „Lets Rock 2“, die Erweiterung.

Die ursprüngliche Idee war, den chronischen Mangel an Übungsräumen zu lindern. Dafür gründete Thiele eine Treuhandstiftung, holte die Sparkassenstiftung mit ins Boot und baute perfekt ausgestattete Räume, direkt an der Lise-Meitner-Straße rechts logiert die Feuerwehr, links werden Autos gewaschen. Der Startschuss fiel vor zwei Jahren, die Räume waren schnell ausgebucht. Für die Organisation hatte Thiele einen Verein gegründet, dem er noch vorsteht. Kai Schewe als Vertreter und Doreen Haase als Frau für die Kasse mischen mit. „Wir haben hier nach wie vor eine total positive Stimmung“, sagt Thiele die Bands der ersten Stunde sind alle noch an Bord.

Die neuen Räume sind schon bezogen, draußen geben Karin Greve und Dirk Helbig dem direkt an den ersten Bau andockenden Gebäude Charakter mit Farbe und passenden Motiven. Noch sind sie mittendrin, lassen eine wellenförmige Tastur über die Wand laufen, setzen ein glänzendes Saxophon dazu, Notenblätter, Lautsprecher und Zeichen der Gemütlichkeit Weingläser!

Platz finden in den neuen Räumen die Bands und Künstler Puke Attack, Heiko Schmaler, Whatzz Up, Shity Beatles, Piraten und die Old School Rockers von der Lebenshilfe. Gebaut wurde wieder von der Ökologie bis zu Schall und Sicherheit exakt nach Jürgen Thieles detailgenauen Ideen. Weitergeführt wird außerdem das Sozialprinzip: Musiker, die besser verdienen, unterstützen den Nachwuchs.

Neu ist eine eigene Zufahrt „ich habe eineinhalb Jahre dafür gekämpft“, sagt Thiele. Die Außenanlagen sollen auch noch hergerichtet werden, ergänzt Carsten Junge von der Sparkassenstiftung. Das wird bis 21. Mai noch nicht so weit sein, aber dann wird Einweihung Nummer zwei bei dem insgesamt sieben Räume starken Vorzeigeprojekt gefeiert, unter anderem mit einem Musikflohmarkt: Da können Instrumente, Noten, Platten, CDs, Verstärker etc. angeboten werden. Aussteller melden sich über die Webseite www.letsrock-lueneburg.de an. Es wird Beratung und Service für Musiker geben, Carsten Nolte lädt zum Vinyl-Café, und schlechtes Wetter wird verboten.