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Abbas Khider, aufgenommen 2013 bei der LiteraTour Nord im Lüneburger Heine-Haus. Foto: a/t&w
Abbas Khider, aufgenommen 2013 bei der LiteraTour Nord im Lüneburger Heine-Haus. Foto: a/t&w

Abbas Khider erhält Heine-Gastdozentur

lz Lüneburg. Der deutsch-irakische Schriftsteller Abbas Khider kommt vom 9. bis 11. Juni nach Lüneburg, um im Rahmen der mittlerweile achten Heinrich-Heine-Gastdozentur mit Studenten über das Schreiben in existenziellen Krisen und die Tücken der literarischen Zweisprachigkeit zu sprechen. Teil der Gastdozentur ist eine öffentliche Vorlesung am Donnerstag, 9. Juni, um 19.30 Uhr im Hörsaal 3. Khider wird über seine Poetik sprechen und Kostproben aus seinem Werk geben. Moderiert wird die Lesung von der Literaturkritikerin Claudia Kramatschek.

Die Gastdozentur ist ein Kooperationsprojekt des Literaturbüros und der Leuphana. Ziel ist es, dass Studenten in Kontakt mit Schriftstellern kommen und ihnen so ein direkter Zugang zu Literatur und Politik ermöglicht werden soll.

Abbas Khider, 1973 geboren, erhielt im Jahr 2000 in Deutschland Asyl, nachdem er insgesamt elfmal wegen politischer Aktivitäten gegen das Regime Saddam Husseins verhaftet wurde. In München und Potsdam studierte der 43-Jährige Literatur und Philosophie. Mittlerweile hat Khider seinen vierten Roman veröffentlicht. „Ohrfeige“ handelt von den gesellschaftlichen Verhältnissen Anfang des Jahrtausends. Aus der Ich-Perspektive schildert Khider die Nöte, das Warten und die Ängste von irakischen Flüchtlingen, die in Bayern Asyl suchen.