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Der Chor hamburgVOKAL trägt seinen Festivalbeitrag nachmittags in der Musikschule vor. Foto: nh
Der Chor hamburgVOKAL trägt seinen Festivalbeitrag nachmittags in der Musikschule vor. Foto: nh

ChorKonzertTage in Lüneburg – Mehr als 750 Sänger kommen

oc Lüneburg. Sie singen in den Innenstadtkirchen, in Kloster Lüne und in der Musikschule. Chöre aus ganz Norddeutschland kommen vom 3. bis 5. Juni nach Lüneburg. Unter dem Titel „Dialoge“ stehen die 14. ChorKonzertTage, die der Verband deutscher Konzertchöre (VDKC) veranstaltet bzw. dessen Landesverband NordWest. Zu ihm zählen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen.

Das Chorfestival bietet Religiöses und Weltliches, Harmonisches und Dissonantes. Erwartet werden mehr als 750 Sängerinnen und Sänger aus solchen Laienchören, die durchweg auf anspruchsvolle Werke setzen. Das spiegelt sich in den Programmen. Begleitend werden den Sängern Workshops zu Themen wie Stimmbildung und Obertongesang angeboten, dazu kommt ein informelles Treffen am Sonnabend, 4. Juni, von 11 bis 14 Uhr in der Musikschule.

Das von Grußworten durchsetzte Auftaktkonzert am Freitag, 3. Juni, um 19.30 Uhr in St. Nicolai steht unter dem Titel „Himmlisches und Irdisches“. Singen werden als Lüneburger Vertreter die Kantorei St. Nicolai, begleitet vom Organisten Daniel Stickan, der BachChor und das Hugo-Distler-Ensemble sowie aus Hannover die Capella St. Crucis. Das Programm reicht von Heinrich Schütz über Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Eric Whitacre.

Um „Tag und Nacht“ geht es am Sonnabend, 4. Juni, um 14 Uhr im Forum der Musikschule. Singen werden das Chorensemble Hannover und hamburgVOKAL ebenfalls ein Programm vom frühen Barock bis ins Zeitgenössische.

Große Chorsinfonik zum Thema „Leben und Sterben“ folgt am Sonnabend, 4., um 16.30 Uhr in der Michaeliskirche. Die Hamburger Singakademie trägt das „Gloria“ von Francis Poulenc vor, die Städtische Cantorei Lüneburg das Requiem „Schwarz vor Augen und es ward Licht“ von Harald Weiss. Schließlich erklingt Leonard Bernsteins dritte Sinfonie mit dem Titel „Kaddish“, gesungen vom Mendelssohnchor Hamburg, dem Jugendchor St. Michaelis Lüneburg und dem Bergedorfer Kammerchor. Alle Werke werden von der Sinfonietta Lübeck begleitet, Solisten sind Talia Or (Sopran) und Michael Connaire (Tenor, Sprecher).

Integriert wurde ein unabhängig vom Festival nahezu zeitgleich terminiertes Konzert des NDR Chors, der am Sonnabend, 4., um 19.30 Uhr in St. Johannis gastiert und Musik des 20. Jahrhunderts singt. Kontrastierend spielt das Ensemble Resonanz Fantasien für Streichsextett des Renaissance-Komponisten Orlando Gibbons. Hauptwerk wird die Uraufführung der „Sonnets and Interludes“ des 1983 geborenen Michael Langemann.

Es gibt noch ein Konzert am Sonnabend, 4. Es führt um 23 Uhr ins Kloster Lüne und steht unter dem Motto „Anrufung und Stille“. Mitwirken werden der Lübecker Kammerchor, der Kammerchor Hannover und der Kammerchor I Vocalisti, der mit Werken von Alwin Schronen und Ugis Praulins zwei Uraufführungen im Gepäck hat.

Den Gottesdienst in St. Johannis am Sonntag, 5., um 10 Uhr gestalten mehrere Chöre mit, sie werden Musik aus dem Barock singen.

Zum Abschluss erklingt am Sonntag, 5., um 12 Uhr im Forum der Musikschule „Geistliches und Weltliches“, vorgetragen vom vokalensemble klangreich (Hannover) und vom Vokalensemble Lux Aeterna (Harburg).

Karten im Vorverkauf gibt es bei der LZ-Veranstaltungskasse, Am Sande.