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Blick zurück: Elton John mit 48 Jahren, 1995 bei Rock over Germany auf dem Lüneburger Flughafen. Foto: A/be
Blick zurück: Elton John mit 48 Jahren, 1995 bei Rock over Germany auf dem Lüneburger Flughafen. Foto: A/be

Ein Wochenende, vier Festivals

Drei große Festivals sorgen am kommenden Wochenende für Rock, Pop, Schlager und Jazz und sie bedienen alle Altersgruppen. Das jüngste Festival, das lunatic, ist ausverkauft, abgesehen vom offenen Einstimmen an diesem Mittwoch. Für alle anderen Konzerte gibt es noch Karten. Hier der Überblick:

Lüneburg. Das lunatic-Festival auf der Wiese vor der Mensa auf dem Leuphana-Campus startet auch in diesem Jahr mit dem „Einklang“. Auf dem Spielwiesengelände gibt es heute, Mittwoch, ab 15 Uhr bei freiem Eintritt ein Utopiekino, Poetry-Slam, Bastel-Aktionen, Graffiti und ein Familienprogramm von Kuchen über Slackline, bis zu Riesenseifenblasen

Das eigentliche ausverkaufte Festival beginnt am Freitag. Tausende werden die Campuswiese stürmen, und das studentische Team bittet die Anwohner wieder um Toleranz. Am Freitag öffnet das Gelände um 14.30 Uhr, am Sonnabend um 12.30 Uhr. Das sind die Künstler am Freitag, mit geplanten Zeitangaben: auf der Mensawiese Passepartout (16 Uhr), Juju Rogers (17), Umse (18.30) und Akua Naru (20.30), auf der Spielwiese Afrodevinci (15.30), Gatwick (16.30), Chima Ede (17.45) und Fatoni (19.30). Freitag endet das Programm um 22 Uhr. Sonnabend starten auf der Mensawiese Animi Vox (14), Foxos (15). Isolation Berlin (16.30), Abby (18), Großstadtgeflüster (19.45) und Hundreds (22), auf der Spielwiese Unumgänglich (13.30), Boreals (14.30), Meute (15.45), Kafka Tamura (17.15), Leyya (19) und Von wegen Lisbeth (20.45). Schluss am Sonnabend ist um 23 Uhr.

Folgende Kunstschaffende bereichern das Gelände auf dem lunatic: Jayn, Human Flashboy, Tangoing, Zipper die Rakete, Bennos Dias, Johannes Kempe, Körperfunk Kollektiv, Napetio Kollektiv, Björn Holzweg, Jana Fux und Bobbie Serrano. Dazu kommen eine Menge Initiativen vom Über Magazin bis zum Chaos Computer Club.

In die Nacht geht es an beiden Tagen im Salon Hansen, im September, im Jekyll & Hyde, in der Mondbasis und im Avenir. Mit Booker bei die Fische, Funky Kartell, Headshell, Originalton Lüneburg und OHA! Music ist ein buntes DJ-Programm garantiert.

Ein kostenloser Shuttle-Bus startet am Freitag ab Leuphana um 22.30 und um 23 Uhr, am Sonnabend um 23.30 und um 24 Uhr.

Uelzen. Um 19.30 Uhr eröffnet Foy Vance am Freitag das Uelzen Open R, das von Weltstar Elton John geprägt wird. Der Meister wird vor rund 12000 Besuchern ab etwa 20/20.30 Uhr auftreten, es ist das erste Deutschland-Konzert seiner „Wonderful Crazy Tonight Tour“. Auf der rund 25 Stücke umfassenden Setlist wechseln sich neuere Songs und Klassiker ab. Zu den berühmten Hits des Konzerts zählen dürften „Bennie And The Jets“, „Candle In The Wind“, „Goodbye Yellow Brick Road“, „Rocket Man“, „I Guess Thats Why They Call It The Blues“, „Your Song“, „Sorry Seems To Be The Hardest Word“, „Dont Let The Sun Go Down On Me“, „The Bitch Is Back“, „Im Still Standing“, „Your Sister Cant Twist (But She Can Rock n Roll)“, „Saturday Nights Alright For Fighting“ und vermutlich als Zugabe „Crocodile Rock“. Diese Angaben sind ohne Gewähr. Wer zurückdenkt an Elton John 1995 in Lüneburg bei „Rock over Germany“, weiß, wie der Meister fluchte, das ist auf YouTube zu sehen, dann aber 20 Minuten länger als geplant spielte. Ob er heute ebenso spontan reagiert, man wird sehen. . .

Am Sonnabend sorgen in der Almased Arena ab 15 Uhr (Einlass: 14 Uhr) Mark Forster, Johannes Oerding, Glasperlenspiel, Namika, Lot, Katrin Wulff und die Hot Birds für Musik. Endgültig in den Schlagerhimmel geht es am Sonntag, da singt Roland Kaiser ab 18 Uhr (Einlass: 16 Uhr) seine Hits. Für alle Konzerte gibt es noch Karten.

Lüneburg. Seit 25 Jahren gibt es die Lüneburger Jazznights, und zum Jubiläum bietet das Kulturforum wieder an zwei Tagen einen Mix aus Groove und freier Improvisation. Das Jubiläumsfestival startet am Sonnabend um 19.30 Uhr mit dem Edgar Knecht Trio, das deutsche Volksliedthemen in Jazz- und Weltmusikkontext überträgt. Besetzung: Edgar Knecht (Piano, Komposition), Rolf Denecke (Bass) und Tobias Schulte (Schlagzeug). Um 21 Uhr folgt das Trio des norwegischen Bassisten Arild Andersen. Mit Tommy Smith (Tenorsaxofon) und Paolo Vinaccia (Perkussion, Gesang) spielt er lyrisch-melancholischen Jazz, aber auch Fusion-Klänge, Swing und Free Jazz. Ab 22.30 Uhr folgt die Wolfgang Lackerschmid Connection. Die Kompositionen des Vibraphonisten entspinnen sich aus Melodien über Harmoniegerüsten, die zu ambitionierten Soli inspirieren sollen. Stefan Rademacher (Bass), Guido May (Schlagzeug) und Ryan Carniaux (Trompete) mischen mit.

Am Sonntag geht es bereits um 16.30 Uhr weiter mit dem European Jazz Trio, bei dem Ali Haurand (Bass), Jiri Stivin (Flöten, Altsaxofon) und Gerd Dudek (Saxofon) eine zeitlos lässige Spielweise präsentieren. Kein Wunder, die Musiker bringen zusammen 222 Jahre auf die Bühne. Gitarrist Uwe Kropinski folgt um 18 Uhr mit Susanne Paul (Violoncello) und Vladimir Karparov (Saxofone) mit Musik, die Jazz, Blues, Klassik, Rock, Folklore, Samba, Flamenco und mehr nutzt. Schließlich sorgt das Anke Helfrich Trio um 19.30 Uhr für Musik, die Altes und Neues vereint. Es spielen Anke Helfrich (Piano), Dietmar Fuhr (Bass) und Jonas Burgwinkel (Drums).

Lüneburg. Wem das alles zu laut ist, der besucht das Festival des Verbands Deutscher Konzertchöre, der von Freitag bis Sonntag mehr als 750 Sänger zum Thema „Dialoge“ nach Lüneburg führt. Gesungen wird am Freitag um 19.30 Uhr „Himmliches und Irdisches“ in St. Nicolai. Um „Nacht und Tag“ geht es Sonnabend um 14 Uhr in der Musikschule. Vom „Leben und Sterben“ handeln die Werke, die um 16.30 Uhr in St. Michaelis erklingen. Um „Shakespeare“ dreht sich das Programm um 19.30 Uhr in St. Johannis, und „Anrufung und Stille“ sind Thema um 23 Uhr in Kloster Lüne. Auf den 10-Uhr-Gottesdienst am Sonntag in St. Johannis folgt zum Ausklang noch „Geistliches und Weltliches“ um 12 Uhr in der Musikschule. oc