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Leonie Muschler (links), Joschka Parienté und   Julia Mai gehören zum harten Kern des Jakob-Festival-Teams.
Leonie Muschler (links), Joschka Parienté und Julia Mai gehören zum harten Kern des Jakob-Festival-Teams.

Junges Team für junges Festival in Lüneburg

ff Lüneburg. Am Anfang waren Max und Till vom Stadtjugendring, und die hatten eine Idee: Wir haben einen tollen Kurpark, lasst uns dort ein Festival machen. So erzählt es nun Joschka Parienté, und was im vergangenen Jahr noch etwas diffus formuliert war, wird nun konkret: Am Sonnabend, 20. August, startet um 13 Uhr (Einlass) das „Jakob Festival“, mit Bands aus der Region, mit DJs, mit Info- und Do-it-yourself-Ständen. Ähnlichkeiten mit dem Lunatic-Festival sind auffällig und beabsichtigt, aber natürlich gibt es auch ein eigenes Profil.

Die Vorbereitungen mit den ganzen Genehmigungen laufen, das Line-up steht, mit der Finanzierung sieht es gut aus, eine ganze Reihe von Sponsoren stieg mit ins Boot „nur das Zeitmanagement haben wir ein wenig unterschätzt“, sagt Julia Mai, schließlich gibt es vieles zu bauen, zu regeln und aufzustellen. Gerade war sie mit einem Bulli des Stadtjugendrings unterwegs, um Sofas für das Festival einzusammeln, und bei manchen Zeitgenossen muss man bei der Organisation auch mal ziemlich beharrlich sein.

Rund 25 junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren gehören zum Team was Max und Till da in die Welt gesetzt hatten, sprach sich schnell herum, als offizielle Organisation steht hinter dem Festival der Stadtjugendring. „Wir sind in solchen Dingen ja alles blutige Anfänger“, so Joschka Parienté, „aber wir wurden durch Lunatic-Leute beraten“. Zwischen den Auftritten in der Konzertmuschel spielen Bands im Wandelgang, Amnesty und Greenpeace stellen sich mit eigenen Ständen vor, Initiativen wie „Jugend für Flüchtlinge“ und „Lernfabriken…meutern!“. Anderswo werden Henna-Tattoos gezeichnet, es lassen sich Jute-Taschen gestalten und alkoholfreie Drinks mixen.

Dies alles ähnelt Lunatic, aber es gibt auch Unterschiede: „16-Jährige haben schon viele Party-Möglichkeiten“, sagt Parienté, „wir haben deshalb die Grenze auf zwölf Jahre heruntergesetzt“. Es werde an den Ständen Bier geben, aber auch die Jugendschutz-Prüfung.
Woher kommt der „Jakob“-Titel? „Wir sind schon gefragt worden, ob wir ein religiöses Festival machen“, so Leonie Muschler. Nein, machen sie nicht. Sie dachten an die Konzertmuschel, und natürlich soll das Festival zur fröhlichen Pilgerstätte werden. Das Team warb auf dem Lüneburger Stadtfest mit einem eigenen Stand, und auf dem Daughterville Festival in Hamburg.

Die Bands stammen, auch das gehörte zum Plan, fast durchweg aus dem Raum Lüneburg: Pecco Billo, Kota Connection, Karolina Kingdom, Wolfs­kind, Mighty Day Times, Max Busch, Brass Riot, Kei_jto und die Downtown Rats. Der Vorverkauf läuft, wer Glück hat, kommt auch gratis hinein: Wer irgendwo eine Papierschwalbe sieht, sollte nachschauen, das Papier enthält womöglich einen Code für freien Eintritt.