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Das Publikum ist verzaubert, das Festival A Summers Tale kommt ins Rollen. Foto: t&w
Das Publikum ist verzaubert, das Festival A Summers Tale kommt ins Rollen. Foto: t&w

Festival „A Summers Tale“ startet in seine zweite Runde

oc Luhmühlen. Wenn Aaron groß ist, also erwachsen, dann kann er seinen Kindern erzählen: Ich habe den Samm Henshaw gesehen, da war er noch am Anfang. Und den Michael Kiwanuka, als dessen Karriere gerade durch die Decke ging. Details aber kann Aaron nicht liefern, denn er weiß es ja nur von seiner Mutter, die ihn aus Frankfurt mitnahm zum Festival „A Summers Tale“, das am Mittwoch auf der Westergellerser Heide in seine zweite Runde startete. Aaron ist gerade zwei Monate alt und der jüngste Kopfhörerträger an diesem Tag.

„A Summers Tale“, Runde zwei. Was ist anders? Ist es voller? Ist die von allen beschwärmte Atmosphäre des ersten Mals noch da? Ja, es ist voller, schon auf dem Parkplatz. Sie haben die große Bühne weiter nach hinten geschoben, die Zahl der Food-Stände erhöht. Voll aber ist es nicht, schon gar nicht am ersten Tag. Zum Wochenende hin sollen es an die 12.000 Besucher werden, jetzt ist alles entspannt, Urlaubsstimmung. Wieder sind die Workshops überlaufen, vor allem das Hocker-Tischlern scheint gefragt.

Wetter schwankt zwischen Sommer- und Herbstmärchen

Anders ist in diesem Jahr nur das Wetter, das zwischen Sommer- und Herbstmärchen schwankt. Als Adam French das erste Konzert auf der großen Bühne spielt, fährt kurz eine kräftige Regenhusche dazwischen. Aber als der 22-jährige Samm Henshaw, der noch kein Album auf dem Markt hat, dann in der Zeltbühne mit Retro-Soul auftritt, wird gesungen und getanzt, sogar die Security an der Bühne ist nicht zu halten. Das Festival rollt, Heather Nova liefert Elfengesänge, und Jeremy Loops löst Begeisterung aus.

Es wird frisch, die Stars des Tages kommen. José González wärmt das Herz mit Folk-gespeisten Songs, Michael Kiwanuka mit grandioser Soulstimme, und Garbage rockt bei gefühlten zehn Grad alle Kälte aus den Knochen. Aaron dürfte da längst im Warmen schlummern.