Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Gastgeber und einige der Künstler begutachten die bereits installierte Ausstellung. Foto: ff
Gastgeber und einige der Künstler begutachten die bereits installierte Ausstellung. Foto: ff

Kunst- und Kunsthandwerks-Ausstellung auf Hof Twesten in Mechtersen

Von Frank Füllgrabe
Mechtersen. Baustrahler tauchten die Exponate in grelles Licht, Kabel hingen und lagen herum. „Die erste Ausstellung war abenteuerlich“, erinnert sich Friedrich-Wilhelm Twesten. Das ist nun fast zwei Jahrzehnte her, heute präsentiert sich die geräumige Diele in seinem Bauernhaus wie eine modern-rustikale Galerie. „Verborgene Talente aus Mechtersen“ heißt die Ausstellung, die bereits in die vierte Runde geht, am Wochenende Arbeiten von 16 Künstler(inne)n zeigt. Einzige Bedingung: Die Teilnehmer müssen aus dem Dorf kommen.

Platz ist genug, rund 130 Qudratmeter in zwei Räumen. Gezeigt wird „alles, was im Verborgenen blüht“, sagt Organisator Dietrich Hartwich, jeder darf mitmachen. Das „Verborgene“ ist streng genommen nicht in allen Fällen richtig, Malerinnen wie Ukki Ukleya und Gastgeberin Ilse Twesten sind seit Jahren auf Ausstellungen in der Region präsent. Der Bogen reicht von Zeichnungen über Aquarell, Pastell und Öl bis zu Objektkästen, Patchwork, Schmuck, Korbflechterei und Skulpturen.

Ländliche Motive bilden einen Schwerpunkt

Ländliche Motive — wie etwa das liebe Vieh — bilden einen Schwerpunkt, es gibt Fotografien aus Ghana, gestochen scharfe Architekturzeichnungen, Malerei auf Fliesen und Keramik. Selbst ein Topflappen kann ein Objekt der Kunst (oder des Kunsthandwerks) sein. Die jüngsten Teilnehmer sind die „Dorfspatzen“ — der Kindergarten ist mit einem Gemeinschaftswerk vertreten. Zu sehen sind Arbeiten von Anke Bartsch, Hauke Brauel und Peter Rund, Margret Börstling, Klaus Oskar Bromberg, Bente Caspersen, Ursula Detje, Jost Meyer, Carsten Munzlinger, Dunja Perlepes, Inga Schellin, Rita Kröger-Schlüter, Sabine Schulz, Ilse Twesten und Ukki Ukleya.

Am Anfang des Projekts war ein Preis in dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, Ende der 90er-Jahre. Das musste angemessen gefeiert werden, und so entstand in dem Bauernhaus von 1818 die erste Ausstellung. Im Jahre 2008, diesmal war der 850. Jahrestag Mechtersens zu feiern, wurde dann das Konzept für die „Verborgenen Talente“ entwickelt. Im Jahre 2012 hieß das Thema „Ross und weiter“, da war das 700-Einwohner-Dorf Schauplatz eines internationalen Reitturniers.

Die Ausstellung auf Hof Twesten (Im Dorfe 18) ist am kommenden Wochenende geöffnet, Sonnabend 14 bis 20 Uhr, Sonntag 12 bis 18 Uhr. Die Stiftung Mechtersen lädt außerdem am Sonnabend ab 18 Uhr bei Twestens zu einem Kartoffelfeuer — bei „Schietwetter“ unter dem Vordach.