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Mit dem Bezug eines Ateliers in der KulturBäckerei bekam das Kunstschaffen Ulrike Stuhrmanns einen Schub. Ergebnisse zeigt sie jetzt. Foto: t&w
Mit dem Bezug eines Ateliers in der KulturBäckerei bekam das Kunstschaffen Ulrike Stuhrmanns einen Schub. Ergebnisse zeigt sie jetzt. Foto: t&w

Ulrike Stuhrmanns malerische „Streifzüge“ in der KulturBäckerei

Von Hans-Martin Koch
Lüneburg. Vor 30 Jahren wurde einer jungen Künstlerin an dieser Stelle erhebliches Potenzial bescheinigt — bei ihrer ersten Einzelausstellung. Ulrike Stuhrmann war 23 Jahre jung, zeigte Pastelle in der Galerie der Sparkasse, damals ein Ausstellungsort für jede und jeden. Am vergangenen Wochenende eröffnete Ulrike Stuhrmann ihre erst zweite Einzelausstellung — in der KulturBäckerei. 30 Jahre Pause, was ist da passiert? Ganz einfach: das Leben.

Ulrike Stuhrmann studierte Illustrations- und Kommunikationsdesign. Das ist ihr Beruf. Viele Lüneburger Logos und Präsentationen tragen ein Signet, das sie entworfen und realisiert hat. Sie sind Ergebnis von Kundenwunsch, Kreativität und technisch-handwerklicher Präzision. „Ich habe 25 Jahre nicht gemalt, und wenn doch, dann ein wenig für mich im Verborgenen“, sagt Ulrike Stuhrmann. Als sich das Malen verstärkt meldete, fehlte ihr ein guter Raum, und darum bewarb sie sich um ein Atelier in der neuen KulturBäckerei. Sie wurde genommen, teilt sich Atelier 8. Direkt davor liegt das Artrium, dort zeigt sie nun „Streifzüge“.

Wunsch nach künstlerischer Freiheit

Das ist ein passendes Motto für das, was Ulrike Stuhrmann präsentiert. Ihre Malerei bebildert den Wunsch nach künstlerischer Freiheit. Aus oft erhöhter Perspektive sind abstrakte Landschaften zu sehen, keine konkreten Orte. Ein wenig wirken sie wie aus dem Zug heraus aufgenommen oder aus dem Flugzeug. Sie streifen, sie wischen am Auge vorbei, befinden sich in einem flüchtigen Zustand. In der Regel sind es Küsten, der Blick geht in die Weite aufs Meer, in den Himmel.

„Die Bilder sehen schnell aus, sind aber nicht schnell“, sagt Ulrike Stuhrmann. Die Lüneburgerin malt mit Acrylfarben, mit Mut zu kräftigen Farbklängen, mitunter setzt sie Strukturpaste ein oder Vogelsand. Das raut die Oberfläche, den reinen Schein auf. Dafür sorgt auch, dass zufällige Farbverläufe erhalten bleiben, die malerische Geste, der persönliche Streifzug spürbar bleiben. So entstehen Bilder mit viel Dynamik.

Ulrike Stuhrmanns „Streifzüge“ sind noch bis zum 30. September zu sehen. Die KulturBäckerei, Lüneburgs führender und geeignetster Ort für Kunstausstellungen, öffnet montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, am Sonnabend und Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

Was noch gezeigt wird

Weitere Ausstellungen in der KulturBäckerei im Überblick:
„Lost and Found“ von Sue Lewis Blake und Ursula Blancke Dau, bis 25. September.
„Mono sapiens“: Künstler der KulturBäckerei, 1. bis 16. Oktober.
„Oben“: Lüneburger Palette, 22. Oktober bis 6. November.
„70 Arbeiten plus“, zum 70. Geburtstag von Anton Bröring, 5. bis 20. November.
„Das Wohnzimmer“: Bilder, die „Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben“ zu Haus hängen haben, 13. bis 27. November.
„Heute Disco, morgen Umsturz, übermorgen Landpartie“: Anke Gruss, Alexandra Uhle, 2. bis 18. Dezember.
Bilder von Volker Winter, 3. bis 18. Dezember.