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Markus Becker, als Pianist in der Klassik wie im Jazz gleichermaßen erfolgreich. Foto: nh
Markus Becker, als Pianist in der Klassik wie im Jazz gleichermaßen erfolgreich. Foto: nh

Zwei Seiten einer Medaille

Lüneburg. Am Theater, in der Musik: Immer kennt man einen von früher oder einen, der einen kennt, und das Gute daran ist: Es lässt sich etwas daraus machen, das allen nutzt. Den Künstlern, den Veranstaltern und vielleicht ja auch vor allem dem Publikum. Ohne Netzwerk geht nichts. Jetzt haben Thomas Dorsch, der Musikdirektor des Theaters Lüneburg, und Lothar Nierenz, stellvertretender Direktor der Musikschule, ein Netz mit dem renommierten Pianisten und Klavierprofessor Markus Becker geknüpft. Sie haben nämlich alle mal in Hannover studiert, blieben in Freundschaft verbunden, und darum kommt der sehr gefragte Markus Becker gleich zweimal nach Lüneburg mit zwei Seiten der Medaille.
Becker ist prominent als klassischer Musiker „unschlagbar, ein musikalischer Seelenmaler mit Verstand“, schreibt die FAZ. Der 1963 geborene Musiker hat unter anderem das Klavierwerk von Max Reger eingespielt, auf zwölf CDs! Er lehrt in Hannover, er wird 2017 bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker auftreten und ist alles andere als einseitig.
Musiker mit Neugier auf Ungewöhnliches
Becker spielt genauso gern Jazz, und er ist ein Musiker mit Lust am Ungewöhnlichen. So wird er noch im Oktober in Kloster Loccum mit dem Jazz/Rock/Pop-Keyboarder und Bandleader Lutz Krajenski Bach-Bearbeitungen spielen. In Lüneburg startet er aber ganz klassisch bzw.romantisch, am Sonntag, 16. Oktober, um 19 Uhr im Theater.
Dort wird er mit den Lüneburger Symphonikern das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms spielen „das Klavierkonzert schlechthin“, meint Dirigent Thomas Dorsch. Das Konzert bietet dann noch eine Dorsch-Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs berühmtestem Orglwerk, Toccata und Fuge in d-Moll (BWV 565), und die vierte Schumann-Sinfonie.
Vier Tage später ist die aktuelle Markus-Becker-CD Thema im Forum der Musikschule, am Donnerstag, 20. Oktober, 20 Uhr. Das Album heißt „Kiev-Chicago“. Becker spielt darauf Musik von Alexander Skrjabin, Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ und dann Jazz: Kompositionen von Gershwin, Ellington, Gulda, Corea, Standards und Improvisationen. Auch für den Jazz hat Becker das passende Händchen, die positive Resonanz beweist es; er hatte mit dem Programm im März bei der Musikwoche Hitzacker Erfolg.
Mehr von Markus Becker ist am Sonnabend, 29. Oktober, um 19 Uhr in Uelzen zu erleben. Im Theater an der Ilmenau spielt er mit Hinrich Alpers Musik für zwei Klaviere von Debussy und Bartok. Außerdem dirigiert Erik Matz Orffs „Carmina Burana“. oc