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Eva Roman lebt noch bis Dezember als Stipendiatin in Lüneburg. Am Dienstag stellt sie sich und ihre Literatur vor. Foto: heise
Eva Roman lebt noch bis Dezember als Stipendiatin in Lüneburg. Am Dienstag stellt sie sich und ihre Literatur vor. Foto: heise

Eva Roman: Wege in ein neues Leben

Lüneburg. Die aktuelle Heine-Stipendiatin Eva Roman stellt sich am Dienstag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr im Heinrich-Heine-Haus vor. Roman ist noch bis Dezember in Lüneburg. Den Abend gestaltet sie mit dem ehemaligen Heine-Stipendiaten Akos Doma.

Eva Roman, geboren 1980 in Aachen, studierte Neuere deutsche Literatur und Romanistik in Berlin, zudem Kommunikationsdesign in Trier, Berlin und Paris. Sie ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig, wo sie bis heute lebt. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien, 2014 erschien ihr Debütroman „Siebenbrunn“. Der im Wagenbach-Verlag erschienene Roman handelt vom Verlust eines geliebten Menschen.

Abschiede, Erinnerungen und Weiterleben

Das Schicksal hat Jeanne getroffen ohne vorher anzuklopfen. Ihr Lebensgefährte Welf ist tot und Jeanne bleibt allein in dem kalten Gutshaus in Siebenbrunn in der Nähe von Augsburg zurück, wo sie sich jeden Tag von neuem selbst auf die Füße hilft. Auch Welfs Mutter muss sich mit ihrem von nun an durcheinandergebrachten Leben zurechtfinden. Und dann ist da noch Welfs uneheliche Tochter, die es nach seinem Tod nach Siebenbrunn zieht auf der Suche nach einem Vaterbild. Mit einer Künstlerin, die der Geschichte Siebenbrunns mit ihrem Kunstprojekt eine Form geben soll, begibt sie sich auf Spurensuche. Das Buch über Abschiede, Erinnerungen und den mutigen Trotz des Weiterlebens war für den Ulla-Hahn-Autorenpreis nominiert.

Während seines Stipendiums 2014 in Lüneburg hat Akos Doma an seinem Roman „Der Weg der Wünsche“ (Rowohlt Berlin 2016) gearbeitet. Die autobiografisch grundierte Geschichte über eine Flucht aus Ungarn nach Deutschland schaffte es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Mit dramatischer Spannung schreibt Doma von Fluchterfahrungen und dem Gefühl von Heimatlosigkeit und Fremdheit. Akos Doma, geboren 1963 in Budapest, lebt als Autor und Übersetzer in Eichstätt. Er verließ selbst als Jugendlicher mit seiner Familie Ungarn und kam mit 14 Jahren nach Deutschland. „Weg der Wünsche“ ist sein dritter Roman.

Martina Sulner moderiert die von der Sparkassenstiftung Lüneburg geförderte Lesung. lz