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Sebastian Ruhland zeigt in der Ratsbücherei Gemälde, die in diesem Fall an Edward Hopper erinnern. Unten: Die Skulptur Geborgenheit von Günther Bode und  ein Cuba-Gemälde von Carmen Luisa Schmidt. Foto: ff
Sebastian Ruhland zeigt in der Ratsbücherei Gemälde, die in diesem Fall an Edward Hopper erinnern. Unten: Die Skulptur Geborgenheit von Günther Bode und ein Cuba-Gemälde von Carmen Luisa Schmidt. Foto: ff

Neue Ausstellungen in Lüneburg

Lüneburg. Eigentlich lebt Sebastian Ruhland in Nürnberg und ist gelernter Kirchenmaler. Jetzt aber ist er mit einer kleinen Auswahl kleiner Gemälde im Treppenhaus der Lüneburger Ratsbücherei vertreten eine Präsentation, die leicht übersehen wird und auch einen erheblich aufwändigeren Rahmen vertragen würde. Die Arbeiten künden von Präzision und Intuition, nicht zuletzt von Humor.

Skulptur von Günther Bode
Skulptur von Günther Bode

Der Nürnberger, der schon Auszeichnungen und Stipendien erhielt, kann höchst realistisch malen. Das hören Künstler in der Regel nicht so gern, das ist schließlich vorrangig eine Frage des Handwerk. Ruhland, Jahrgang 1967, absolvierte die Meisterschule für Vergolder und Kirchenmaler in München, außerdem ein Studium der Malerei und der Kunsterziehung. Eine breit gefächerte Ausbildung also, die das Handwerk wie die Historie und die Analyse beinhaltet. Zu sehen sind nun bis Ende des Monats Miniaturen von Menschen, die vor homogenem Hintergrund ganz isoliert für sich allein stehen. Anderswo blickt eine Frau aus einer wandgroßen Glaswand, das dunkle Szenario wirkt wie eine moderne Adaption der einsamen Hotel-Gäste von Edward Hopper. Und eine Frau steht neben ihrem Auto auf einer Schneefläche vor einer bedrohlich wirkenden Wand von Bäumen, das erinnert tasächlich ein wenig (trotz der Limousine) an eine Parodie auf Caspar David Friedrichs „Der Soldat“. Es gibt auch größere Formate Porträts, Landschaften, sie sehen wiederun aus wie Fotografien mit Weichzeichner auf Leinwand. Die Mini-Ausstellung läuft bis Ende des Monats.

Carmen Luisa Schmidt
Cuba-Gemälde von Carmen Luisa Schmidt

»Bis Ende November stellen die Malerinnen Elke Qual und Regina Meier sowie der Bildhauer Günther Bode ihre Kunstwerke im Modecafé Aust aus, dem Domizil des Kunstkreises 2012. Das Trio lädt am Sonntag, 30. Oktober, ab 13 Uhr zur Midissage.
»„Por suerte de Cuba“ (etwa: „Zum Glück für Cuba“) nennt Carmen Luisa Schmidt ihre Ausstellung (bis 16. November) im Foyer der Volkshochschule an der Haagestraße. Die Motive betonen eine Sichtweise auf das Land jenseits der gängen Klischees keine zigarrerauchenden Frauen, keine bunten Häuser, sondern eher verschlüsselte Szenen. ff