Mittwoch , 28. September 2016
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Fantasy trifft Gegenwart

lz Lüneburg. Heidrun Kugel hat mit dem TanzJugendClub ein neues Stück entwickelt, frei nach einem der großen Klassiker des romantischen Balletts: Am Freitag, 1. März, hat „[jisäll]“ im T.3 des Theaters Lüneburg Premiere.
Der Titel „[jisäll]“ greift in Fantasie-Lautschrift den Titel des Originalballetts nach dem Libretto von Theophile Gautier auf. Es erzählt von dem Bauernmädchen Giselle, welches sich in den Prinzen Albrecht verliebt. Dieser wirbt  als Bauer verkleidet  um sie, obwohl er bereits eine adelige Braut hat. Der Schwindel fliegt auf, Giselle stirbt mit gebrochenem Herzen und wird zu einer Wilis. Wilis sind Geister junger, vor ihrer Hochzeit gestorbener Frauen, welche tanzend versuchen, Männer in den Tod zu führen. Giselle ist das Idealbild der tragischen Heldin des romantischen Balletts.

Heidrun Kugels Choreografie greift diese Geschichte als Illusion in einer realistischen Rahmenhandlung auf und verzahnt die romantische Fantasie der Ballettwelt mit der Wirklichkeit von Menschen der Gegenwart. Die Protagonisten stammen aus dem Hier und Jetzt. Das tragische Handlungsballett wird zu einem Fantasy-Rollenspiel, das abdriftet und in dem die Spielenden Gefahr laufen, sich zu verlieren.

Kugel nutzt moderne Bewegungsformen, integriert gesprochene Texte und Humor. Die „Giselle“-Musik von Adolphe Adam trifft dabei auf aktuelle Musik, etwa von Florence and the Machine, Rupa and the April Fishes und Get Well Soon.

Das Bühnenbild stammt von Barbara Bloch, die Kostüme hat Kay Horsinka entworfen. Es tanzen Ewelina Kukuschkina, Claudia Rietschel, Katerina Vlasova, Francesc Fernandez Marsal, Matthew Sly und der TanzJugendClub mit Calvin-Noel Auer, Terrenia Brunetto, Nadine J. Göbel, Franziska Gringel, Henriette Heus, Lisa Jakobi, Caroline Kisicki, Sarah Kneipp, Selina Kneipp, Alicia von Lindern, Angelika Migacz, Eyleen Oexemann, Laura Rojas, Justine Schradick, Clara Schütte, Dominik Semrau, Anais Sloman und Mari Teuter. Die Premiere ist bereits ausverkauft, es gibt fünf weitere Vorstellungen.