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Impulse für die ganze Region

oc Lüneburg. Vor gut einem Jahr hat die Sparkasse Lüneburg ein Dach für alle ihre Stiftungen gebaut. Das betrifft sieben Einrichtungen, die Themen von Sport bis Kunst, von neuen Technologien für Schulen bis zum Ehrenamt abdecken. Nun hat die Sparkassenstiftung Lüneburg erstmalig Bilanz gezogen: Mit 2,1 Millionen Euro wurden große und kleine Projekte gefördert, mehr als 250 Zusagen gingen über den Tisch von Stiftungsgeschäftsführer Carsten Junge. Die Stiftung sei aber weit mehr als ein bloßer Geldgeber, betont Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Vielmehr operiere die Stiftung auch „strategisch und operativ“, gemeinsam mit anderen Organisationen und Vereinen.

Strategisch und operativ: Damit gemeint sind die weitere Förderung von Einrichtungen wie der Artothek mit Sitz in der Ratsbücherei. Dazu zählen auch neue Projekte wie die Einrichtung des Kunstarchivs in Neuhaus, in dem sich eine repräsentative Sammlung für die Kunst aus der Region Lüneburg bildet. Dazu zählt ebenso die Kampagne „Lieber Bunt als Braun“, die sich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wendet und für Toleranz wirbt. Und noch ein Beispiel: die Einrichtung des Freyja-Scholing-Preises an den Verein Trinkwasserwald. Der Preis erinnert an die Natur- und Umweltpolitikerin Freyja Scholing (1912-2005), die auch als Mitgründerin der Grünen bekannt wurde.

Die Stiftung vergibt weitere Preise: In Erinnerung an den früheren Oberstadtdirektor Hans-Heinrich Stelljes wurde 2012 zum zwölften Mal ehrenamtliches Engagement aus den Bereichen Soziales, Kultur und Sport ausgezeichnet. In diesem Jahr wird außerdem zum ersten Mal ein Jugendkunstpreis vergeben – in mehreren Altersgruppen.

Mehr als 30 Sportvereine und 25 Sozialinstitutionen wurden 2012 von der Sparkassenstiftung unterstützt. Zu den größeren Plänen für das laufende Jahr gehören der Ausbau und die Ausgestaltung der Kulturbäckerei auf dem Gelände der früheren Standortverwaltung. Dort entstehen unter anderem Ateliers für Künstler, Räume für die Kunstschule Ikarus und Probebühnen für Theatergruppen. Auch die jetzt von Oedeme aus operierende Stiftung wird ihren Sitz voraussichtlich in die Kulturbäckerei verlegen. Sie soll 2014 eröffnen. Ein weiteres Großprojekt der Stiftung wird der Ausbau des Expo-Hofs in Konau. Er soll als Grenzmahnmal und Museum dienen, darüber hinaus als Ort für Umweltbildung rund um das Thema Obst dienen, inklusive eines Hofcafés. Als weiteres Vorhaben mit der Stadt Lüneburg, der Neuen Arbeit und der Landeszeitung wird die Belebung des Kurparks ein größeres Thema werden.