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Die Essenz von Landschaft

oc Lüneburg. Es sind die Farben. Nein, es ist die Weite über dem Horizont. Oder ist es die Tiefe, die unter der Oberfläche lauert? Die Stille, die sich über diese Landschaften legt oder aus ihnen zu strömen scheint? Was immer es ist, Regine Tarara hat eine Art der Landschaftsmalerei gefunden, die an vertraute Seh-Erfahrungen anknüpft und sich doch etwas Geheimnisvolles, vielleicht sogar Dunkles bewahrt. „Stille — Weite — Landschaft“ ist eine Ausstellung überschrieben, die Sonntag, 7. April, um 12 Uhr in der Galerie Meyer an der Lüner Straße eröffnet wird.
Hermann Jürgen Meyer betreibt seine Galerie seit 18 Jahren, „die 20 will ich vollmachen“, sagt er. Spezialisiert hat sich der Galerist auf Landschaftsmalerei, vornehmlich auf eine, die sich auf den norddeutschen Raum bezieht und eine Nähe zum Realistischen besitzt. Meyer hat Künstler wie den umtriebigen Christopher Lehmpfuhl dazu bewogen, sich mit der Staffelei an den Stint und in die Heide zu stellen. Auch Regine Tarara gehört zu den Künstlern, die wiederholt bei Meyer ausgestellt haben.
Die 1954 geborene Künstlerin ist seit 1995 Mitglied in der Lüneburger Gruppe des Bundes Bildender Künstler. 2008 erhielt sie den Dr.-Hedwig-Meyn-Preis der Stadt Lüneburg. Ihre Landschaftsmalerei greift oft Eindrücke aus der Umgebung auf, die Weite der Elbtalaue ist in den Bildern zu spüren. Es sind Essenzen von Landschaft, die Regine Tarara malt: Himmel, Fluss, Feld. Keine Details, keine Menschen, reine Natur, nah und fremd zugleich.
Meistens beherrscht ein Farbklang die in Mischtechnik erstellten Bilder, ein Weizengelb, ein Himmel-Wasser-Blau, eine Art grünes Türkis… Doch der Farbauftrag ist so leicht und porös, dass darunter weitere Töne auftauchen. Die Bilder bekommen Tiefe, der sichtbare Strich sorgt für Bewegung. Im zweiten Raum der Galerie sind Lüneburg-Bilder der Künstlerin zu sehen. Da gibt es viel zum Wiedererkennen. Der malerische Duktus bleibt, nur bekommen Giebel, Wände und Türme scharfe zeichnerische Konturen.
Parallel zeigt die Galerie Meyer eine Auswahl von Plastiken, auch auf dem Feld hat sie sich einen Namen erarbeitet. Einem, der jetzt zitathaft beteiligt ist, widmet die Galerie im Mai größeren Raum: Rainer Kessel. Doch erst einmal lassen sich bis 8. Mai Regine Tararas Landschafts-Stimmungen erkunden.