Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Geburtstagsparty und viel Musik

lkö Lüneburg. „Happy Birthday“ schallt es auf der Mensawiese der Leuphana Universität: Die lunatic-Besucher singen dem Festival ein Ständchen. Zehn Jahre gibt es das studentisch organisierte Open-Air-Konzert jetzt schon. Und es hat sich viel getan. „Die Idee entstand 2003, im darauffolgenden Jahr fand dann das erste Festival statt — damals noch eintägig und mit tausend Besuchern“, erzählt Studentin Sarah Harraß.

Mittlerweile dauert die Veranstaltung zwei Tage und ist vom Parkplatz vor dem Vamos auf die Mensawiese gezogen, „in das Herz des Campus“, wie Sarah Kociok findet. Aber nicht nur das hat sich verändert. „Dadurch, dass die Studenten im Seminar so oft wechseln, entwickelt sich das lunatic immer weiter, wird jedes Mal neu definiert“, erzählt Kociok. Sie war schon 2010 und 2011 als Studentin dabei, ist jetzt Dozentin.

Die Wiese füllt sich langsam. „Bis jetzt haben wir 2.100 Tickets verkauft, erwarten aber 2.500 Besucher pro Tag“, verkündet Harraß. Viele Studierende und junge Lüneburger genießen Sonne und Musik. „Ich bin vor allem wegen dem Rapper Weekend und I Heart Sharks hier“, freut sich Dana Jahnke. „Und natürlich wegen der guten Stimmung“, ergänzt Begleitung Jannis Byell.

Bürgermeister Eduard Kolle streift zum ersten Mal über das Gelände: „Dieses Jahr musste ich mir das auch einmal ansehen, damit ich mitreden kann.“ Er ist begeistert, was die Studenten leisten: „Diese Mühe muss von der Hansestadt gewürdigt werden.“

Trotz internationaler Acts wie unter anderem WhoMadeWho ist es den Studenten wichtig, dass es ein „Lüneburger Festival“ bleibt, betont Kociok. Neben lokalen Bands haben auch Lüneburger Initiativen wie zum Beispiel das Zum Kollektiv und Lünebohne ihre Stände aufgebaut.

In der Mitte der Wiese steht ein großer weißer Kubus. Das heißt, so weiß ist er gar nicht mehr. Er ist Teil des neuen Konzepts +art, das dieses Jahr Prermiere feiert. Der Kubus wird im Laufe des Wochenendes besprayt, beklebt und bemalt. „Wir wollen Kunst erfahrbar machen für junge Leute, die sonst keinen direkten Bezug zu Kunst haben“, erklärt die Studentin Kristin Halm. Besucher können das Entstehen eines Kunstwerks beobachten und mit den Künstlern direkt ins Gespräch kommen.