Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Tanz um die Frommestraße

ca Lüneburg. Die beiden umkämpften Häuser sind gefallen, doch die „Fromme“ steht noch immer für ein anderes Lebensgefühl, am Wochenende feierte die Frommestraße sich selbst. Hunderte waren jetzt in den Scunthorpepark gekommen: zum Klönen, um Jongleuren zuzusehen und um zu tanzen. Etwa zum Sound von Kolkhorst, dem Lüneburger Szene-Urgestein Tabbel Dierßen oder Kekso und seiner Band, die afrikanische Rhythmen mitbrachten. Im Publikum waren nicht nur junge Gesichter zu sehen, sondern auch viele, für die die Rente nicht mehr ganz so fern ist. Sie fühlten sich an „Hippie-Zeiten“ erinnert.

Um zwei Häuser, in denen überwiegend Wohngemeinschaften lebten, hatte es in den vergangenen Jahren heftige Diskussionen gegeben. Massive Senkungen hatten die Gebäude so geschädigt, dass sie aus Sicht der Stadt nicht zu retten waren und abgerissen werden mussten. Die Bewohner hatten an dieser vermeintlichen Notwendigkeit große Zweifel. Vor allem sahen sie ihr gemeinschaftliches Leben in Gefahr. Eine der ehemaligen Aktivistinnen erzählte, dass die meisten ihrer Freunde inzwischen zwar Wohnungen gefunden hätten, aber eben kaum wieder gemeinsam mit ihren alten WGs. Das Problem sei, dass die Ex-Bewohner nur wenig Geld hätten, Wohnraum in Lüneburg aber sehr teuer sei. Trotz der Probleme war am Sonnabend Party angesagt. Und die schien eine Menge Spaß zu machen.