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Bauarbeiten am Westbahnhof zurückgestellt

(sp) Lüneburg. Mitte Juni sollte es eigentlich schon losgehen mit dem Ausbau des Westbahnhofs in Lüneburg. Die Deutsche Bahn hatte alle Pläne abgestimmt, um den vorderen (Haupt-)Bahnsteig so umzugestalten, dass auch Reisende mit nicht mehr so jungen Beinen, mit viel Gepäck oder Kinderwagen dort bequemer ein- und aussteigen können. Der dahinter liegende zweite Bahnsteig sollte ganz zurückgebaut werden. Im Verwaltungsausschuss gab der Verkehrsdezernent Markus Moßmann nun bekannt: „Von dem von der Deutschen Bahn beauftragten Ingenieurbüro haben wir erfahren, dass die DB die Maßnahme zurückgestellt habe. Das ist sehr bedauerlich, da wir mit der Umgestaltung und Aufwertung des Westbahnhofs fest gerechnet hatten. Das gilt besonders für den besseren Zugang zum Obergeschoss unserer neuen Fahrradabstellanlage.“

Insgesamt 481.000 Euro wollte der Bund für die Arbeiten in Lüneburg zur Verfügung stellen, Geld aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm des Bundes. Den aktuellen Kenntnisstand gibt Markus Moßmann wie folgt wieder: „Nach den uns vorliegenden Informationen reiche diese Summe nicht aus. Die Landesnahverkehrsgesellschaft habe eine von der DB erbetene Kostenbeteiligung abgelehnt. Nun sei die Umsetzung erst einmal verschoben worden.“

Der Ausbau des Westbahnhofs entspricht, soweit die Hansestadt informiert ist, einer schon länger bestehenden Forderung des Eisenbahn-Bundesamtes. Demnach solle der Metronom Regional künftig vom Hauptbahnsteig abfahren können, den Fahrgäste die Gleisüberquerung zum Gleis 2 des Westbahnhofs erspart bleiben. Die Züge Richtung Dannenberg und Hamburg sollen Kopf an Kopf von einem Gleis starten, so wie das heute schon beispielsweise auf einigen Gleisen am Hamburger Hauptbahnhof der Fall ist. Außerdem sollten die Zugänge zum Westbahnhof selbst ertüchtigt werden. Die Hansestadt Lüneburg hat die Planungen positiv begleitet, da sie ein Plus an Komfort und Barrierefreiheit für Reisende bedeuten, so Moßmann. Auch die Planungen des Fahrradparkhauses seien darauf abgestimmt worden. Das Obergeschoss ist ausschließlich über den Westbahnhof zu erreichen. Zurzeit müssen Radfahrer dafür ihr Rad noch an einer Treppe entlang hochschieben bzw. über den Bahnsteig führen.