Dienstag , 27. September 2016
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Schüler studieren die Recherche

mm Lüneburg. Die Schulbibliothek im Kellergewölbe der Wilhelm-Raabe-Schule an der Feldstraße mit ihren tiefen Decken und einem schummrig-gemütlichen Lichtpegel erinnert ein wenig an die Zauberschule Hogwarts aus den Harry-Potter-Büchern. Doch Charme allein reicht noch nicht. Bisher wurde die Bücherei von den rund 1000 Schülern nur selten aufgesucht. Grund: ein unübersichtlicher und ungeordneter Bestand sowie unregelmäßige Öffnungszeiten und dadurch für Schüler und Lehrer schwer nutzbar. Das soll sich ändern.

Der Förderverein „Freunde und Förderer der Wilhelm-Raabe-Schule“ hat gemeinsam mit den Schülern von der Bibliotheks-AG und dem Lehrerkollegium ein neues Konzept erarbeitet und für Umgestaltung und Neuanschaffungen der Bücherei Spenden aufgetrieben.

„Mit der Zeit konnte nicht mehr gewährleistet werden, dass die Bibliothek ständig geöffnet hat, der Bestand hat sich unkontrolliert vermehrt. Durch die erste Bestandsaufnahme seit Jahren wollen wir ausdünnen und gezielt schauen, welche Neuanschaffungen es geben muss“, sagt Schuldirektorin Christine Hartmann.

Das Ziel sei ein Bestand von 4500 neuen Büchern und Nachschlagewerken, vorher müsse allerdings der aktuelle Bestand von fast 10 000 Exemplaren gesichtet werden, so Schulbibliothekarin Dörte Christensen, die an zwei festen Tagen in der Woche den Bibliothekskorridor hüten wird. An den übrigen Tagen sollen 15 Eltern feste Öffnungszeiten für die Schüler gewährleisten. Bisher waren lediglich Schüler der Bibliotheks-AG präsent. „Wir hoffen auf genügend Ehrenamtliche“, sagt Hana Weissmann, Vorsitzende des Schulfördervereins.

Außer einer ruhigen Lernatmosphäre in den verwinkelten Ecken der Schülerbibliothek wird es auch Computerarbeitsplätze in einem separaten Raum geben. Dennoch sei das vorrangige Ziel, die Kompetenz im Umgang mit herkömmlichen Medien zu fördern, erklärt Schulleiterin Hartmann. „Wir wollen Interesse für Literatur bei unseren Schülern wecken. Sie sollen zudem die verlässliche Recherche lernen.“ Das neue Bibliotheksangebot werde sich auch verstärkt im Lehrplan wiederfinden.