Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Post bringt Spenden

sim Lüneburg. Eine großzüge Spende bekam die Lüneburger Tafel Lüneburg von der Niederlassung der Deutschen Post Hamburg Süd. Deren Mitarbeiter aus Hamburg spendeten einen ganzen Postwagen voll mit Lebensmitteln im Gesamtwert von mehr als 1500 Euro.

Beim Ausladen packten alle mit an, sowohl die Tafelmitarbeiter als auch die Postler. Schon letztes Jahr unterstützte die Post die Tafel mit Sach- und Geldspenden. „Ganz besonders toll ist aber, dass die Deutsche Post auch Mitarbeiter zu uns schickte, die jeweils einen Tag lang ehrenamtlich für uns arbeiteten“, erzählt die Vorsitzende der Tafel, Marina Kroll. Das war dieses Jahr nicht anders, eine Woche lang half täglich je ein anderer Postmitarbeiter mit.

„Jedes Jahr überlegen wir uns Projekte, mit denen wir den Menschen in unserem Niederlassungsgebiet helfen können“, erklärt Post-Mitarbeiterin Nicole Weymann. Für die Sachspenden wurde in den Poststellen gesammelt, „jeder Mitarbeiter hat etwas an unseren Sammelstationen abgegeben“. Dabei wurde darauf geachtet, dass nur lang haltbare Produkte eingekauft werden. Die Spende kommt der Tafel sehr gelegen. „Da die Sachen gut haltbar sind, wird das unser Vorrat für schlechte Zeiten“, freut sich Konztanze Dahlkötter von der Tafel. Denn die Mitarbeiter der Tafel müssen darauf achten, zuerst die Lebensmittel älteren Datums abzugeben: „Wir wollen schließlich verhindern, dass wir hier selbst Lebensmittel wegwerfen.“

In der Tafel schaut es aus wie in einem kleinen Tante-Emma-Laden. Hinter den Theken stapeln sich Brötchen, verschiedenen Joghurtsorten, einen Raum weiter gibt es Obst und Gemüse, alles Waren, die sich die Besucher aussuchen können. „Die Kunden können zweimal die Woche kommen. Je nachdem, wie groß der zu versorgende Haushalt ist, bekommen sie mehr oder weniger“, erklärt Dahlkötter. Für einen symbolischen Obolus von einem Euro dürfen sich die Besucher der Tafel ihre Tüten vollpacken lassen. Allerdings braucht man, um sich hier Lebensmittel mitzunehmen, ein Zertifikat, das belegt, das man nicht mehr Geld zur Verfügung hat als den Hartz-IV-Satz.

Schwer zu planen ist die Ausgabe der Lebensmittel bei der Tafel immer: „Wir wissen nicht, wie viele Leute kommen, wir wissen nicht, wie viel Lebensmittel wir weggeben und wie viel übrig bleibt, ebensowenig, wie viel unsere Fahrer am Abend an Spenden mitbringen.“