Aktuell
Home | Lokales | Leihfahrräder kommen bei Lüneburgern gut an

Leihfahrräder kommen bei Lüneburgern gut an

ca Lüneburg. Das neue Leihfahrrad-System in Lüneburg ist gefragt, die Verwaltung zieht nach einem Monat Betrieb des StadtRad eine positive Bilanz. ,,Wir haben binnen der ersten drei Wochen rund 900 Fahrten gezählt“, sagt Stadtpressesprecher Daniel Steinmeier. 250 Kunden seien seit dem Start gewonnen worden. Darüber hinaus können auch Radler, die in Hamburg registriert sind, die roten Velos nutzen. Dementsprechend können auch Lüneburger an der Alster in den Sattel steigen.

Die Bahntochter DB Rent, Leuphana, Allgemeiner Studentenausschuss (AStA) und die Stadt haben sich für das Projekt zusammengetan. 50 knallrote Räder stehen an fünf Stationen zur Verfügung: am Bahnhof, Am Ochsenmarkt sowie an den Uni-Standorten Scharnhorststraße, Rotes Feld und Volgershall. Jeder kann sich mit einer einmaligen Anmeldegebühr von 5 Euro registrieren lassen und dann ein Rad an jeder der Stationen ausleihen. Die erste halbe Stunde ist kostenlos, danach kostet die Fahrt 8 Cent pro Minute, für BahnCard-Kunden 6 Cent, der Tageshöchstpreis liegt bei 12 Euro. Über ein Terminal, per Anruf oder mit einer Smartphone-App können Interessierte das Rad ausleihen, also entriegeln und losfahren. Nach einem Zwischenstopp zeigt das Fahrrad einen Code an, mit dem es später wieder geöffnet werden kann.

Auch wenn es scheint, dass gerade die Am Ochsenmarkt stehenden Räder kaum bewegt würden, täusche der Eindruck. ,,Wir haben festgestellt, dass die Station dort wohl für viele der Endpunkt einer Fahrt ist“, sagt Daniel Steinmeier. Denn der Kooperationspartner Radspeicher, der die Wartung der Räder übernommen hat, transportiert von dort die meisten Velos ab, um sie auf die anderen Standorte zu verteilen. Auch wenn kürzlich am Rathaus eine ganze Batterie der Räder umgekippt wurde, seien die Vandalismusschäden bislang gering. Die Projektpartner blicken für das StadtRad optimistisch in die Zukunft: Mitte Oktober beginnt bekanntlich das Wintersemester, dann dürften sich voraussichtlich viele Studenten abstrampeln — die Ausleihzahlen werden steigen.