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„Coole Kleine“ vor Premiere

bau Amelinghausen. Für Michael Hendel ist es „ein unbeschreibliches Gefühl“, wenn am Ende der Aufführung der Applaus des Publikums aufbrandet. Der Lohn „für viele Monate harter Arbeit“. Seit 2006 produziert der Amelinghausener eigene Musicals und studiert diese mit dem Kinderchor „Heideküken“ ein, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert und dessen Leiter Hendel seit 2003 ist.

Am Wochenende steht die nächste Premiere an: Unter der Leitung des 48-Jährigen präsentieren rund 30 Mädchen und Jungen an drei Tagen das Musical „Waja und Milly“. „Die Kinder freuen sich schon riesig auf die Premiere“, sagt Hendel. „Und wie immer ist bei mir die Nervosität und das Lampenfieber groß.“ Die kleinen Darsteller dagegen seien „eher cool“.

Unterstützt werden die Kinder bei den Aufführungen erneut von drei Älteren: der 17-jährigen Julia Tiedemann sowie der Leiterin des Männerchores, Julia Petersen, und dessen Vorsitzendem, Heinz Pribbernow. Das Trio hat bislang bei jedem Musical von Hendel mitgespielt.

Julia Petersen übernimmt zudem auch die Regie. „Sie und ihre Mutter Rita engagieren sich ohne Ende“, lobt Hendel und fügt an: „Rita Petersen sorgt seit Jahren für die Dekoration bei unseren Stücken und ist die gute Seele der Heideküken.“

Etwa ein Jahr lang wurde das Stück mit gut 20 Songs bei wöchentlichen Proben und in Extra-Workshops einstudiert. Zuvor hat der 48-Jährige etwa ein Jahr lang komponiert und geschrieben. Die Darsteller haben laut Hendel alle auch Hausaufgaben auf und singen ihre Stücke zu Hause. „Anspruch und Aufwand sind schon hoch, es macht aber allen riesigen Spaß“, sagt der Chorleiter.

Musik macht der gelernte Schuhmacher seit seinem achten Lebensjahr, immer hat er „davon geträumt, ein eigenes Musical mit der dazugehörigen Geschichte und selbst komponierten Liedern zu schaffen“. Nachdem 2006 ein erstes, kleines Musical „Mit Schnür Senkel um die ganze Welt“ gemeinsam mit dem Kinderchor „Zwitscherlinge“ aus Bienenbüttel einstudiert und erfolgreich aufgeführt worden war, folgte 2008 das erste komplett von Hendel komponierte Werk: „Aufruhr auf Schloss Trann“.

Hendel: „Die Aufführungen vor insgesamt mehr 1000 Besuchern waren ein Traum.“ Aufgrund der „tollen Resonanz“ und der Nachfrage nach einem weiteren Musical schloss sich der Amelinghausener 2010 erneut „monatelang in seinem kleinen Studio ein“ und kreierte wieder erfolgreich die 2011 aufgeführte Geschichte „Leo und die Zauberlilie“.

Und da Erfolg verpflichtet, fiel die nächste „Schaffenspause“ nur kurz aus. Herausgekommen ist das Musical „Waja und Milly“, die Geschichte zweier Bienen, die in der Schule vor einer schweren Abschlussprüfung stehen. Gespielt werden die Bienen „Waja“ und „Milly“ von Luisa Pätow und Fenja Nolle. Ihre Mitstreiter sind: Libelle „Mrs. Liesbeth“ (Julia Tiedemann), Grashüpfer „Pliff“ (Heinz Pribbernow), Lehrerin „Sakandra“ (Mirca Kruse), Spinne „Kethla“ (Julia Petersen) sowie die Hornissen „Horn“ und „Horni“ (Fabienne Kluike und Luisa Strauss).

Die Premiere ist am Freitag, 27. September, ab 18 Uhr in der Lopautalhalle in Amelinghausen. Weitere Termine an gleicher Stelle sind am Sonnabend, 28. September, ab 18 Uhr und am Sonntag, 29. September, ab 15 Uhr. Und Hendel wäre nicht Hendel, wenn er nicht schon die nächste Idee hätte: „Ich will ein Piraten-Musical mit einer richtigen Schiffskulisse auf die Beine stellen.“