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Spurensuche in Bütlingen

ca Bütlingen. Gut zehn Tage nachdem die Polizei den mutmaßlichen Feuerteufel von Bütlingen festgenommen hat, arbeitet die 27-köpfige Sonderkommission in gleicher Stärke weiter. „Es gibt noch einiges zu klären“, sagt einer der Beamten. So zieht sich durch Bütlingen die These, dass der Verdächtige doch nicht alleine gehandelt haben könne. Auch dieser Vermutung geht die Kripo nach. Die zuständige Staatsanwaltschaft Lüneburg hält sich bei Nachfragen aus „ermittlungstaktischen Gründen“ bedeckt. Oberstaatsanwalt Roland Kazimierski bestätigt aber LZ-Informationen, nach denen der Beschuldigte bislang kein Geständnis für alle im Raum stehenden sieben Taten abgelegt habe.

Die Polizei hatte am vorvergangenen Wochenende in Bütlingen einen 17-Jährigen festgenommen. Der Feuerwehrmann soll möglicherweise sieben Brände in Bütlingen, Oldershausen und Marschacht gelegt haben. Unter anderem standen drei Häuser in Flammen, der Schaden wird auf bis zu einer Million Euro geschätzt. Der Verdächtige hat eine Tat eingeräumt, welche, das teilt die Polizei nicht mit. Zu hören war, dass ein Nachbar den Jungen gesehen haben will, nachdem ein Reetdachhaus am Ortsausgang in Richtung Barum ausbrannte. Das Amtsgericht Lüneburg hatte Haftbefehl erlassen und den Jugendlichen in der Psychiatrie untergebracht.

Eine Schwierigkeit der Ermittler liegt unter anderem darin, dass der Jugendliche auf Anraten seiner Verteidigung schweigen soll. Es soll seit der Festnahme kein Gespräch der Ermittler mit dem seelisch angeschlagenen Verdächtigen mehr gegeben haben. Deshalb sammelt die Polizei weiter Hinweise und hofft auch auf das Landeskriminalamt in Hannover. Dort untersuchen Wissenschaftler Material, das unter anderem DNA-Haftungen, also genetische Spuren, des Verdächtigen aufweisen könnte.