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Bei Regen tropft es durchs Dach

as #Lüneburg.# Das Salzmuseum gehört zu den Publikumsmagneten in Lüneburg. Doch der Siederaum, in dem Kinder und Jugendliche die mittelalterliche Kunst des Siedens kennenlernen können, ist seit Juni gesperrt, weil Wasser permanent durchs Dach tropfte und die Balken zusammenzubrechen drohten. Nicht nur dieser Bereich, sondern zwei Drittel der 1300 Quadratmeter großen Dachfläche sind marode, Abdichtungen und darunter liegende Holzkonstruktionen in Mitleidenschaft gezogen. Der Rat der Stadt sprach sich einstimmig dafür aus, dass 60.000 Euro Haushaltsmittel außerplanmäßig bereitgestellt werden, damit die Sanierung möglichst bald erfolgen kann.

Teile des Daches stammen aus dem Jahr 1923, als mit dem Bau des Gebäudes begonnen wurde, andere aus der Zeit der Erweiterung, die in den 1940er-Jahren endete, erläutert der Direktor des Salzmuseums Dr. Christian Lamschus. In all den Jahren wurde es gepflegt und bei Bedarf ausgebessert. Stets hat der Förderverein dafür die Mittel zur Verfügung gestellt, das letzte Mal vor zehn Jahren, als ein Drittel der Dachfläche saniert wurde.

Von oben betrachtet, sieht das Dach an vielen Stellen wie ein Flickenteppich aus. Bei Regen hält es den Wassermassen nicht mehr stand, es tropft in vielen Bereichen durch, sagt Michael Andres, technischer Leiter der Museumsstiftung. ,,Im Umfeld der vielen Aufbauten ist die Gefahr besonders groß.“ Aus Sicherheitsgründen wurde die Decke im Siederaum bereits entfernt und die Räumlichkeit gesperrt. Kinder können zwar seit Juni alternativ in einem Container sieden, ,,aber im Winter geht das natürlich nicht“, sagt Dr. Christian Lamschus.

Laut Verwaltung sollen Dach“eindichtungs- sowie Klempnerarbeiten kurzfristig möglichst noch in diesem Jahr durchgeführt werden, auch um Folgeschäden an dem Gebäude zu vermeiden. Die Deckung der außerplanmäßigen 60000 Euro wird aus den nicht in Anspruch genommenen Mitteln für die Umstrukturierung der Hafen GmbH sichergestellt.