Donnerstag , 29. September 2016
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Hanseatische Giebel-Parade

ca Lüneburg. Wer mit den Augen zu einem Spaziergang in luftiger Höhe aufbricht, kann eine Lüneburger Schönheit nach der anderen entdecken: Treppen-, Schnecken- und Spitzgiebel – eine Pracht der salzigen Stadtgeschichte. Mit diesem Schatz wollen Stadtmarketing und die Handelsorganisation Lüneburger City Management (LCM) im kommenden Jahr für die Hansestadt werben. Beim Konzept setzen Stefan Pruschwitz und Martin Zießnitz von der Marketinggesellschaft und LCM-Vorsitzender Heiko Meyer auf eine bewährte Idee: Ähnlich wie bei Salzsau-, Stint- und Koggen-Parade sollen Geschäftsleute, aber beispielsweise auch Kindertagesstätten und jeder, der Lust hat, Giebel-Vorlagen verzieren, die sich dann im Stadtbild wiederfinden.

„Wir wollen an diese Erfolge anknüpfen“, sagte Meyer gestern, als das Projekt vor dem Rathaus vorgestellt wurde. Die Fassaden, die etwa am Sand wie aufgestellte Schilde einer Ritterschar wirken, seien ein „Alleinstellungsmerkmal“, in anderen Städten sei diese Üppigkeit nicht zu finden. Genau damit wollen die Initiatoren Besucher an die Ilmenau locken.

Dabei setzt das Trio auf eine abgestimmte Publikumsoffensive: Interessenten können die Giebel-Vorlagen kaufen und mit viel Fantasie gestalten. Die 80 Zentimeter hohen Modelle könnten Schaufenster schmücken, über Hauseingängen hängen oder sich vielleicht auch als Mobiles zueinander finden. „Jeder soll seinen Ideen freien Lauf lassen“, sagt Meyer, „und sich künstlerisch betätigen.“

Parallel setzen Marketingchef Pruschwitz und sein Mitarbeiter Zießnitz darauf, die Giebel in ihre Werbestrategie einfließen zu lassen: An Messeständen sind sie ebenso zu finden wie als Motive bei Sülfmeistertagen, Stadtfest und verkaufsoffenen Sonntagen. Auch der Klassiker der Weihnachtszeit, die Aktion „Giebel erstrahlen im Licht“, passt natürlich bestens zu der Idee. Zudem soll es für Urlauber und Touristen kleine, etwa taschenbuchgroße Giebel geben, die sie als Souvenir oder Mitbringsel für ihre Lieben aus der Salzstadt mitnehmen können.

Noch gilt es, Fragen zu klären. So ist Zießnitz dabei, Angebote für die Rohlinge einzuholen, die aber weniger als die Stinte kosten sollen: „Das waren damals 270 Euro.“ Auch ist offen, wie viele Modelle benötigt werden. Im Moment geht er von 500 großen und 200 kleinen aus. Doch je mehr er ordert, desto billiger könnte es werden. Auch ein Wettbewerb ist wieder geplant. Eine Jury soll über die kreativsten Ideen befinden. Am Ende locken Preise. Meyer könnte sich vorstellen, dass etwa mit Geschäftsleuten für deren schönsten Entwurf eine gemeinsame Anzeigenkampagne entwickelt wird. Der offizielle Startschuss für die Aktion soll am zweiten verkaufsoffenen Sonntag 2014 fallen, das wäre der 4, Mai.

Das Trio ruft die Lüneburger auf, sich kräftig an dem Projekt zu beteiligen. Weitere Informationen gibt es bei Martin Zießnitz im Büro der Marketinggesellschaft: Tel.: 2 07 66 14.