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Montessori will bauen

mm Lüneburg. Die Schule und die Kinderbetreuung in Containern untergebracht, und das seit fast zehn Jahren. Das soll sich an der Montessori-Schule in Häcklingen nun ändern. Der Grundriss des neuen Bildungszentrums steht. Jetzt geht es um die Finanzierung. An die zwei Millionen Euro werden benötigt.

„Den Wunsch zu bauen, gab es natürlich schon lange“ sagt Projektleiter Markus Kreuter, dessen Kinder auch zur Montessori-Grundschule gingen. Allerdings habe es immer wieder Prioritätenverschiebungen gegegeben, nun sei der Zeitpunkt günstig. Um das Areal herum werden Wohnhäuser errichtet, die Bebauungs- und Erschließungspläne sind bereits fertig.

Und so groß soll das Montessori-Gebäude werden: 1650 Quadratmeter, ein zweigeschossiger Bau, vier Klassenräume mit einer Größe von über 90 Quadratmetern. Grundschule, Kinderhaus und Übermittagsbetreuung sollen im neuen Gebäude Platz finden. Alles ist offen, es gibt für jede Klasse einen Gruppenraum. „Wichtig ist, dass wir ausreichend Platz für den Freibereich der Kinder haben“, sagt Grundschullehrerin Christina Schulze.

Zum pädagogischen Konzept nach Maria Montessori gehört die Selbstständigkeit der Kinder. Es gebe viel Material zur Beschäftigung. Dafür bräuchte man Stauraum. Sitzkreise und Waldtag ergänzen das Programm. Zwei Lerneinheiten mit gebundenen Inhalten gehören auch zum alltäglichen Unterricht.

Das Architektenbüro „Henschke Schulze Reimers“ hat das neue Gebäude entworfen. „Wir orientieren uns an einer einfachen Erschließung“, sagt Architekt Henrik Reimers. Ausdruck dafür sei zum Beispiel das Pultdach. Es gehe ja auch darum, die Finanzierung des Ganzen zu ermöglichen. Und die ist zurzeit noch unklar.

„Wir setzen auf eine Unterstützung durch die Stadt“, sagt Geschäftsführer Ingo Götz. Dafür müsse das Projekt aber zunächst einmal im Bauausschuss vorgestellt werden. Durch Grundstückserwerb konnte man bisher eine Basis schaffen. Hinzu kämen Darlehen. Aber man hoffe auch auf die Unterstützung der Eltern und die Akquise von Fördermitteln. „Durch Spenden und Sponsoring wollen wir Finanzierungslücken stopfen“, sagt Kreuter.

131 Kinder werden in Krippe, Kita und Schule betreut – davon 96 Grundschüler in vier Klassen. „Feinheit der Kleinheit“, nennt Beate Kaftan, Erste Vorsitzende des Montessori-Vereins, den Anspruch der Einrichtung. Dennoch: Der Neubau und die Finanzierung werden nicht klein. Am Sonnabend, 2. November, beim Tag der offenen Tür können Eltern und Interessierte sich informieren.