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Doppelte Schlagkraft

ca Lüneburg. Die Polizei hat zwar junge Leute überprüft und Personalien aufgenommen, aber noch haben die Ermittler keine konkrete Spur, die auf den Brandstifter von der Altstadt deutet. Wie berichtet, haben Unbekannte in der Nacht zu Sonnabend auf einem Parkplatz zwischen Salzbrückerstraße und Hinter der Sülzmauer einen Müllcontainer angesteckt sowie ein Feuer in einem gemauerten Unterstand gelegt. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte glücklicherweise, dass sich der Brand ausdehnte.

Für die Brandbekämpfer ist ein Feuer in der Altstadt immer eine besondere Herausforderung. Brennt es im Schatten von St. Michaelis, rückt sofort eine doppelte Besatzung aus. Lüneburgs stellvertretender Stadtbrandmeister Volker Gätjens, der in der Nacht auch vor Ort war, macht auf die Schwierigkeiten aufmerksam. Er nennt als Beispiel einen Großbrand aus Hannoversch-Münden. Dort waren in der Altstadt vor fünf Jahren mehrere historische Fachwerkhäuser abgebrannt. Die Helfer hatten mit ähnlichen Bedingungen wie in Lüneburg zu kämpfen gehabt.

Viele der alten Gebäude besäßen keine Brandschutzmauern, sondern seien oftmals Wand an Wand gebaut. Häufig bestünden Verbindungen zwischen den einzelnen Dachböden, so dass ein Feuer im Nu regelrecht von Haus zu Haus springen könne. Auch enge Eingangstüren und Stiegen machen den Feuerwehrleuten zu schaffen, sie kommen mit Gerät, Ausrüstung und Schläuchen nur mühsam durch Treppenhäuser. Die Enge finden sie auch vor den Gebäuden vor: Die Straßen sind schmal, zum, Teil, wie etwa in der Unteren Ohlinger Straße, parken dort Autos – nicht einfach, mit den breiten Feuerwehrwagen durchzukommen oder eine Drehleiter in Stellung zu bringen.