Dienstag , 27. September 2016
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Ideale Stadt der Zukunft

mm Lüneburg. „Future. City. Life!“, – „Zukunft. Stadt. Leben!“ lautet das Motto der diesjährigen Startwoche für 1600 Erstsemester an der Leuphana in der nächsten Woche. Nicht nur das Motto ist auf Englisch – die komplette Startwoche soll es sein. Uni-Vizepräsident Holm Keller erklärt warum und was die Studenten noch erwartet.

„Uns geht es darum, dass die Studenten gleich zu Studienbeginn erfahren, wie sie Verantwortung für sich und unsere Gesellschaft übernehmen können“, sagt Keller. Dabei geht es um Stadt im Jahr 2050, im Kern um die alternde Gesellschaft. „Wenn heute ein Mädchen in Lüneburg zur Welt kommt, hat es eine statistische Lebenserwartung von 104,7 Jahren“, erklärt Keller. Die hohen Lebenserwartungen bedingten eine ganz neue Gesellschaftsstruktur. Die Organisation des Alltags werde sich verändern, von Ernährungsgewohnheiten über lebenslanges Lernen bis zur Anpassung der öffentlichen Infrastruktur.

Die Aufgabe der Studenten in der Startwoche: das Modell der fiktiven Zukunftsstadt Leinwig gestalten. Sie werden Konzepte entwerfen und sie filmisch darstellen. Die Ausarbeitungen und Präsentationen sollen auf Englisch stattfinden – wegen der Internationalität des Themas. Es gibt 110 Teams á15 Studenten. Untereinander und mit den Mentoren darf durchaus auch Deutsch gesprochen werden. „Wir wollen eine behutsame Internationalisierung der Uni vorantreiben“, sagt Keller. Die sei wichtig für künftige Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, aber genauso für den Wissenschaftsbetrieb. An der Leuphana werde sich die Zahl englischsprachiger Veranstaltungen erhöhen. So gibt es in diesem Semester erstmals einen englischsprachigen Master-Studiengang „Digitale Medien“ in Kooperation mit der Hamburg Media School.

Das Siegerprojekt des Planspiels wird bei der Abschlussveranstaltung im Vamos am 11. Oktober von einer zwölfköpfigen Fachjury prämiert, darunter Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im EU-Parlament, und Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Zusätzlich gibt es eine Publikumsabstimmung des zukunftsträchtigsten Modells. Vorträge von ausländischen Experten sollen den Studenten Denkanstöße für ihre Ideen der Stadt im Jahr 2050 geben. Zur Eröffnung spricht der maltesische Wissenschaftsminister Evarist Bartolo.

Das Motto der Startwoche steht auch unter dem Stern großer Zukunftsambitionen der Leuphana. Es geht um das EU-Forschungsprojekt „Knowledge and Innovation Communities“, kurz KIC, zu dem das Innovationsprogramm „Healthy Living and Active Ageing“ gehört. Wissenschaftsinstitute sollen dabei wirtschaftliche Wachstumspotenziale des demografischen Wandels ausloten. Die Leuphana führt ein internationales Konsortium an, das sich um entsprechende Projektmittel der EU bewirbt. Ein Partner ist Malta. Die Ausschreibung beginnt Anfang 2014.

One comment

  1. Herr Keller: „Wenn heute ein Mädchen in Lüneburg zur Welt kommt, hat es eine statistische Lebenserwartung von 104,7 Jahren“
    Welcher Statistik wurde dieser Wert entnommen oder ist es ein Irrtum.
    Vielleicht handelt es sich hier aber auch um eine bewusst falsche Angabe, um Aufmerksamkeit zu wecken.
    Ich bitte um Ihre Recherche und Antwort.
    gez.: Heinz-Dieter Kabek