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Der Name ist Programm: Ingo Baumgarten kennt sich aus mit Baum und Garten. Für die LZ gibt er Tipps, wie der eigene Acker und die Gehölze fachmännisch winterfest gemacht werden. Foto: be
Der Name ist Programm: Ingo Baumgarten kennt sich aus mit Baum und Garten. Für die LZ gibt er Tipps, wie der eigene Acker und die Gehölze fachmännisch winterfest gemacht werden. Foto: be

So wird der Garten fit für den Winter

lkö Lüneburg. Der Herbst färbt die Blätter rot, die letzten Äpfel fallen vom Baum, die Tiere fressen sich Speckpolster an. Die Natur bereitet sich langsam auf den Winter vor. Wie man dem eigenen Garten dabei helfen kann, weiß Ingo Baumgarten. Der Landschaftsgärtner ist gerade dabei, die Schulgärten des Kleingärtnerbezirksverbandes winterfest zu machen. Für die LZ nennt er einige Tipps, wie man den eigenen kleinen Acker und Gehölze wohlbehalten durch die kalte Jahreszeit bekommt.

„Das Wichtigste ist es, den Boden zu bedecken. Mit Pflanzen, Laub, Stroh oder Mulch. So wird der Boden vor Frost und Erosion geschützt“, erzählt Baumgarten. Vor allem die Baumscheibe, also der Bereich rund um den Stamm eines Gehölzes sei zu bedecken. So würden Mikroorganismen vor Frost geschützt und der Baum mit mehr Nährwerten versorgt. „Dann kommen die Bäume im Frühjahr besser“, weiß der 38-jährige Gärtner.

Obstbäume sollten jetzt auf jeden Fall beschnitten werden, nachdem sie ihre Früchte abgeworfen haben. „Bis auf den Kirschbaum, der im März beschnitten wird, und den Walnussbaum, der ist im August dran“, schränkt Baumgarten ein. Wichtig sei, dass es rechtzeitig geschieht: Wenn die Temperaturen unter Minus fünf Grad fallen, sei es zu spät.

Wer möchte, kann auch schon Stauden teilen und umpflanzen. Außerdem ist jetzt eine gute Zeit, um Rosen und Obstbäume zu pflanzen, weiß der Fachmann. „Dabei sollte man aber darauf achten, dass sie ordentlich gewässert werden, damit sie gut anwachsen.“ Von anderen Pflanzen kann man jetzt die Samen sammeln, sie trocknen lassen und dann im Frühjahr einpflanzen.

In weiterer Vorbereitung auf den Frühling könne man auch Komposterde und Gründünger in den Boden einarbeiten. „Manche machen das auch im Frühjahr. Ich empfehle, es im Herbst zu tun, dann sind die Nährstoffe im Frühjahr gleich verfügbar“, begründet Baumgarten, der seit seinem 18. Lebensjahr Gärtner ist.

Und was ist mit den Gartenbewohnern? „Sonnenblumen und Maispflanzen ruhig stehen lassen. Auch Äpfel hängen lassen. Bloß nichts wegschmeißen, die Tiere suchen sich das“, versichert der Kleingärtner. Das Wasser sollte abgestellt werden, damit die Leitungen nicht zufrieren. Außerdem sollte alles aus dem Garten geräumt werden, was vom Frost beschädigt werden kann. „Dazu gehören Gartengeräte, ebenso wie Schläuche und natürlich auch die Gartenzwerge.“

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