Donnerstag , 29. September 2016
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Karen Gehrke zeigt Long Vu (3.v.l.) und den anderen Nachwuchsforschern, wie sie beim Bau ihrer mit Wasserstoff betriebenen Miniboliden vorgehen könnten. Foto: be
Karen Gehrke zeigt Long Vu (3.v.l.) und den anderen Nachwuchsforschern, wie sie beim Bau ihrer mit Wasserstoff betriebenen Miniboliden vorgehen könnten. Foto: be

Flitzende Wasserstoffautos und Solarboote

mm Lüneburg. „Was ist das besondere an einem Hybrid-Bus?“, fragt Karen Gehrke von der Klimawerk Energieagentur ihre Teilnehmer am Kinder-Zukunftslabor Verkehr und Umwelt. Der gescheite Long Vu hat die passende Antwort parat: „Dass er mit Diesel und Strom betrieben wird“, antwortet der Elfjährige.

Die Fahrt mit einem Lüneburger Hybrid-Bus ist einer der Programmpunkte beim dreitägigen Zukunftslabor, einem Gemeinschaftsprojekt von Klimawerk und HVV. 24 Nachwuchsforscher im Alter von zehn bis zwölf Jahren beschäftigen sich unter anderem auch mit Wasserstoffautos und bauen ein eigenes Solarboot.

Zwei durch Wasserstoff betriebene Autos flitzen zwischen Stuhlreihen und Kindern hin und her. Die Kinder haben sie selbst zum Fahren gebracht, denn sie haben vorher gelernt, wie sie betrieben werden. Ein Bolide ist ausgestattet mit einer Brennstoff-, der andere mit einer Solarzelle.

Nun sollen die Kinder ein Solarboot bauen. Dafür haben sie aus Styropor einen Rumpf angefertigt. Das Gefährt setzen sie dann wie bei einem Steckbaukasten aus einzelnen Teilen zusammen. Die Kosten übernimmt der HVV.

Es geht beim Workshop um die Antriebssysteme der Zukunft. Bei der Begutachtung des Hybrid-Busses lernen die Kinder, dass dieser beim Fahren in der Stadt durch einen Elektromotor angetrieben wird. „Der Busfahrer muss hier oft bremsen, so lädt sich die Batterie auf“, erklärt der zehnjährige Lukas. „Und wie wäre das auf der Autobahn?“, möchte Kursleiterin Karen Gehrke wissen. „Dann müsste der Bus durch den Verbrennungsmotor angetrieben werden, denn es qualmt ja aus dem Auspuff“, antwortet Lukas – und liegt fast richtig. Angetrieben wird der Bus dann von Verbrennungs- und Elektromotor und zwar, um Sprit zu sparen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren, ergänzt Karen Gehrke. Sie zeigt sich zufrieden mit den Lernfortschritten ihrer freiwilligen Schüler. „Das macht der Mix aus Exkursion, Experimenten und Filme gucken.“ Sie hätte gerne noch mehr Experimente mit den Kindern ausprobiert. Das sei aber wieder eine Kostenfrage, die das für die Teilnehmer kostenfreie Angebot sprenge.

Dennoch: Bei so vielen Erkenntnissen der jungen Forschergemeinschaft, lohnt es sich, das Zukunftslabor im nächsten Jahr wieder stattfinden zu lassen, findet sie.