Aktuell
Home | Lokales | Libeskind-Bau teurer als erwartet
Rund 18 Millionen Euro mehr als geplant, wird das neue Zentralgebäude der Leuphana voraussichtlich kosten. Foto: A/t&w
Rund 18 Millionen Euro mehr als geplant, wird das neue Zentralgebäude der Leuphana voraussichtlich kosten. Foto: A/t&w

Libeskind-Bau teurer als erwartet

Lüneburg. Spekulationen gab es schon lange, nun steht fest: Das neue Zentralgebäude der Leuphana wird wird teurer als geplant. Statt der zunächst angesetzten 57,7 Millionen Euro, soll das von Daniel Libeskind entworfene Gebäude nun 76 Millionen Euro kosten. Wie die Deutsche Presseagentur mitteilte, soll die Hochschule die Kostensteigerung dem Land Niedersachsen Ende September mitgeteilt haben.

Alle Hintergründe und Reaktionen zur Kostenentwicklung für den Lüneburger Libeskind-Bau lesen Sie heute in der LZ.

7 Kommentare

  1. Immer und immer wieder hat DIE LINKE das Thema im Landtag und im Lüneburger Stadtrat thematisiert. Immer wieder wurde uns entgegengehalten durch eine ganz große Koalition aus SPD, CDU und Grünen, dass dieses Thema doch gelaufen sei, die Finanzierung stehe und jede Kritik daran deplatziert sei. Es wurde sogar kritisiert, dass wir den Rat damit belästigen. Heute stellt sich heraus, dass wir nur allzu Recht hatten mit unserer Kritik:
    Die Finanzierung des Audimax‘ steht nicht.
    Es ist unklar wer die Baukostensteigerungen trägt.
    Das Finanzierungs- und Berufungsgebaren gehört vor einen Untersuchungsausschuss.

    Ich fordere den Oberbürgermeister, die Verwaltung und das Universitätspräsidium auf, ihre jeweiligen Verantwortlichkeiten zu dem Thema auch wahrzunehmen. Es darf und kann nicht sein, dass 5mio EUR städtischer Gelder versenkt werden in einem Fass ohne Boden.

  2. In vielen früheren Kommentaren auf dieser Seite haben etliche Verfasser diese Entwicklung vorausgesagt, weil die Leitung der Leuphana schlicht unglaubwürdig ist. In diesem Zusammenhang sei auch auf das aktuelle Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes hingewiesen, in dem ausdrücklich die Kostenexplosion bei öffentlichen Bauvorhaben angeprangert wird. Somit ist es zwar ein allgemeines Problem in diesen Fällen, doch hier ein ganz besonderes. Ich glaube das bei dem Bau des Audimax bislang nie mit offenen Karten gespielt und vielleicht sogar wissentlich getäuscht wurde. Und gerade eine derart verschuldete Stadt wie Lüneburg wird ein erhebliches Problem durch diese Kostensteigerung bekommen, denn ich glaube nicht, dass sich die Stadt ihrer Veranwortung/Beteiligung vollends entziehen kann. Mehr als berechtigt ist deshalb auch die Forderung des Steuerzahlerbundes, dass Verschwendung von Steuergeldern unter Strafe gestellt wird. Doch über die politische Entscheidungsebene wird es nie dazu kommen. Wenn wir wirklich in einer Demokratie leben, muss entlich die Möglichkeit eines Plebiszit in solchen Dinen geschaffen werden. Doch auch das weiß die Politik aus gutem Grund zu verhindern. Unverständlich bleibt im Falle der Stadt Lüneburg, dass die Landesregierung, die Auflagen zur Konsolidierung der Stadtfinanzen bereits Auflagen erteilt hat, der Finanzierung/Beteiligung von/an Prestigebauten Tatenlos zusieht. – Es schreit gen Himmel.

    • nach dem schrei gen himmel, hier das echo:
      läuft doch alles nach plan. uni-macher´s- schieflage(n) geplant, genehmigt
      so wie von aussen sichtbar.

  3. Ich entschuldige mich für kleine Rechtschreibfehler, bzw. fehlende Buchstaben und doppelte Formulierungen, die mir erst hinterher aufgefallen sind.

  4. Riccardo Heitland

    Auf N3 wurde gestern die Frage gestellt, wie hoch denn die Gesamtkosten dieser sogenannten Baumaßnahme sein werden wenn, „bevor der Keller fertig ist, schon 17 Millionen Mehrkosten angefallen sind“. Nun, egal wie teuer das Ding wird.Der Steuerzahler wird wie immer die Zeche bezahlen, auch wenn das Rathaus markig erklärt: „Mir gebbe nix.“ Nachdem der OB durch Nichtstun schon die Steuermillionen des Herrn Sevim abschreiben mußte, steht der Mann kurz nach einer geschenkten Teilentschuldung schon wieder im Sumpf. Der Ehrentitel Tebartz-van Mädge ist ihm sicher.

  5. Kostenexplosion an der Leuphana? Darf ich hersetzen, was ich vor zwei Tagen zum Limburg-Skandal schrieb:

    „Nicht der gänzlich aus der Spur des irgend Vertretbaren geratene Bischof Tebartz-van Elst ist das eigentliche Problem. Ein Beispiel dafür, dass amtsstolzer Größenwahn jedes Gespür für Maß, Mitte und Anstand weit hinter sich lassen kann, haben wir ja auch in Lüneburg. Schauen Sie nur sich den finanzierungspolitischen Irrsinn um den überdimensionierten Zentralgebäudebau des Fachhochschulverbundes “Leuphana” an und studieren Sie die Verlautbarungen des Präsidiums, dann wissen Sie, was Selbstgerechtigkeit und Realitätsverkennung in den Köpfen von überforderten “Leadership”-Schauspielern anrichten können. Das Verhaltensmuster ist das gleiche: Fakten schaffen, um anschließend von öffentlichen Geldgebern (also von Steuerzahlern, also etwa von uns Lüneburgern) Mittel zu erzwingen, die in den anfänglichen „Planungen“ nicht genannt oder sogar verschleiert waren.

    Nicht das bemitleidenswerte “Führungspersonal” hier und der arme Bischof dort also sind das Problem, sondern die undurchsichtigen “Strukturen” und die entsetzlich hilflosen, auf farbig „aufbereitete“ Hochglanzfolien stierenden, von Marketinglyrik und Standortaufwertungsgeschwätz überrumpelten politischen (Lüneburg / Hannover) oder kirchlichen Gremienangehörigen (Limburg / Vatikan), die das abenteuerliche Vorgehen von geltungssüchtigen Taschenspielern erlauben, denen es allein darum geht, sich selber ein „Denkmal“ zu setzen.“

    Ich glaube, das ist in beiden Fällen gelungen. Limburg und Leuphana werden ganz sicher als Monumente grotesken Größenwahns „nachhaltig“ in die Geschichte steingewordener europäischer Lächerlichkeiten eingehen.

  6. tja, was bringen die besten kommentare, wenn die politik fakten schafft, die nicht mehr umkehrbar gemacht werden können? nichts!