Dienstag , 27. September 2016
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Gaben den Startschuss für die Reppenstedt-Umfrage: Dino Schubert (v.l.) und Dr. Stefan Eisner von "NSI Consult", Gemeindedirektorin Susanne Stille und ihr Stellvertreter Arndt Conrad. Nun geht es los mit der eigentlichen "Zukunftswerkstatt".  Foto: A/dth
Gaben den Startschuss für die Reppenstedt-Umfrage: Dino Schubert (v.l.) und Dr. Stefan Eisner von "NSI Consult", Gemeindedirektorin Susanne Stille und ihr Stellvertreter Arndt Conrad. Nun geht es los mit der eigentlichen "Zukunftswerkstatt". Foto: A/dth

Neuer Schritt in eine bessere Zukunft

emi Reppenstedt. Eine gute Verkehrsanbindung, ruhiges Wohnen und viel Natur, aber auch wenig Ausbildungsmöglichkeiten, mangelnde Freizeitangebote und eine langsame Internetverbindung. Das sind zusammengefasst nur ein paar Stärken und Schwächen Reppenstedts, die im Rahmen einer Bürgerbefragung im Auftrag der Gemeinde ermittelt worden sind. Die Ergebnisse aus der Fragebogenaktion dienen als Grundlage für die „Zukunftswerkstatt“, ein Bürgerbeteiligungsmodell in der Kommunalpolitik. Morgen um 19.30 Uhr findet die erste von insgesamt drei öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltungen statt. Thema in der Aula der Grundschule Reppenstedt dann: „Arbeit und Wirtschaft“.

Dino Schubert von der Braunschweiger Beratungs- und Servicegesellschaft NSI Consult, die auch die Moderation der drei Treffen übernimmt, hat die Befragung mit durchgeführt. Für ihn hat sie vor allem eines gezeigt: „Die Bürger wollen mitwirken.“ Dies sei schon an der hohen Rücklaufquote abzulesen: Rund 500 der mehr als 7200 Einwohner hatten teilgenommen.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage aus Schuberts Sicht: „Die Gemeinde muss insgesamt mehr mit den Bürgern kommunizieren. Viele Dinge, die jetzt nicht so positiv bewertet wurden, wären vielleicht besser angenommen worden, wenn man die Bürger vorher mit ins Boot geholt hätte.“

Der große Kreisel am Rathaus, zum Beispiel, „wurde nicht so positiv wahrgenommen“, sagt Schubert.

Laut Präsentation der NSI Consult wird Reppenstedt von den Bürgern zwar größtenteils als „grün“ (10, 6 Prozent) und „sauber“ (10, 5) wahrgenommen. Aber auch die Bewertungen „verschlafen“ (6, 0) und „anonym“ (5, 7) werden recht häufig genannt.

Im Rahmen der drei Termine werden die Umfrage-Ergebnisse noch einmal kurz vorgestellt. Dann, so Schubert, gibt es drei Schritte: „Zuerst Kritik äußern, dann geht es um Ideen nach dem Motto ‚Was machen wir daraus?‘ und schließlich schauen wir, was realisierbar ist.“

Gemeindedirektorin Susanne Stille hofft, dass möglichst viele Bürger zu den Veranstaltungen kommen. Gleichzeitig warnt sie vor überzogenen Erwartungen: „Wir müssen jetzt erst einmal sehen, was dabei rauskommt und die Ergebnisse dann unter finanziellen und rechtlichen Aspekten bewerten.“

Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, „dass wir dann alles auf einmal umsetzen“, einige Maßnahmen ließen sich – wenn überhaupt – nur über Jahre realisieren. Nach den drei Terminen werde zunächst eine Art Prioritätenliste erstellt. Stille vermutet: „Letztlich wird es eine Frage des Geldes sein.“

Die Zukunftswerkstatt steht jedem Reppenstedter offen. Die weiteren Termine finden am Dienstag, 5. November (Thema „Wohnen und Verkehr“), und Donnerstag, 21. November („Freizeit“), statt. Beginn: jeweils um 19.30 Uhr in der Aula der Grundschule Reppenstedt.

Die Präsentation der Umfrage-Ergebnisse gibt es bereits im Internet unter www.reppenstedt.de.