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Die Rollen sind klar verteilt: Bei ihren Videodrehs steht Tjark Eggers (links) als Schauspieler vor der Kamera, Sanele Sydow ist für Dreh und Schnitt verantwortlich. Foto: t&w
Die Rollen sind klar verteilt: Bei ihren Videodrehs steht Tjark Eggers (links) als Schauspieler vor der Kamera, Sanele Sydow ist für Dreh und Schnitt verantwortlich. Foto: t&w

Lüneburger Jungfilmer: Nach der Schule an die Kamera

jae Lüneburg. Er war schon Profikiller, Versuchskaninchen und Spaßvogel – Wenn Tjark Eggers vor der Kamera steht, ist ihm keine Rolle zu schwierig und vor allem nichts peinlich. Mindestens einmal in der Woche zeigt der 15-Jährige seine Schauspielkünste vor der Videokamera von Schulfreund Sanele Sydow. Gemeinsam haben die Freunde ihre eigene Filmproduktion gegründet.

Aber zurück zum Anfang: Aus Spaß drückten die Lüneburger vor zwei Jahren erstmals den Aufnahmeknopf ihrer kleinen Digitalkamera und alberten drauf los. Ihr einziges Requisit damals: ein Telefon.

„Ich kann jetzt nicht sprechen, ich sitze in der Bahn“, ruft Tjark in den Telefonhörer und reibt die Hände auf dem Lautsprecher. In neun Szenen zeigen die Teenager verschieden Arten, ans Telefon zu gehen und ungebetene Anrufer abzuwimmeln. Das Ergebnis gefiel beiden so gut, dass sie sich entschieden, weiter zu machen.

„Es ist meistens so, dass wir uns die Ideen zusammen spontan ausdenken und spielen, nicht irgendeinen Text schreiben und den ablesen“, sagt Tjark. Eines bleibt aber doch immer gleich: Die Rollenverteilung. Während Tjark in Personalunion Einbrecher, Tänzer oder Komiker zum Leben erweckt, ist der 14-jährige Sanele für den Dreh und Schnitt der Videos verantwortlich. „Ich könnte mir nicht vorstellen vor die Kamera zu gehen, ich finde die Rollen sind gut aufgeteilt“, sagt er und Tjark ergänzt, „ich könnte schon filmen, aber ich glaube Sanele kriegt das besser hin.“

Ihre durchschnittlich dreiminütigen Videos veröffentlichen die Jungs auf ihrer eigenen Facebookseite. Unter dem Namen „Satoe Production“ sind die Freunde längst nicht mehr nur unter Mitschülern und Verwandten bekannt. Zwischen 500 und 1200 Mal werden ihre Clips durchschnittlich angeklickt, sagen die beiden Lüneburger. Jeden Dienstag gibt es Nachschub, ganze Formatserien wie Satoe Skits (Satoe Sketche) und Satoe Experiment fordern immer wieder neue Ideen.

Das ihr Humor nicht bei allen ankommt, stört die Jungfilmer wenig. Tjark: „Ich bin nicht deprimiert, wenn die Leute sich das nicht anschauen. Die Leute, die es mögen, schauen es sich ja an.“ Dabei schaffen es längst nicht alle Clips auf die Facebookseite von Satoe Production. Anders als vor zwei Jahren legen die Sanele und Tjark inzwischen großen Wert auf eine gute Qualität der Videos. Ab und zu mal in den eigenen Frühwerken zu stöbern macht dann umso mehr Spaß: „Es ist witzig die Filme von früher zu sehen, dadurch kommen einem manchmal auch neue Ideen“, sind sich beide einig.

Auch beruflich könnten sich beide eine Karriere im Film und Fernsehen vorstellen. Und bis es soweit ist, wird weiter rumprobiert. „Wir machen die Videos, weil es uns Spaß macht, wir wollen sie mit der Öffentlichkeit teilen und hoffen, dass sie auch Spaß daran haben. Und damit werden wir auch so schnell nicht wieder aufhören“, sagt Sanele.

Die Videos von Sanele und Tjark sehen Sie online unter www.facebook.com/satoeproduction oder www.youtube.com/user/satoeproductioon.

One comment

  1. Widerlich!