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Abenteuer satt: Johannes, Yannik und Alber (v.l.) stöbern im Glockenhaus in den vielen spannenden Büchern. Foto: t&w
Abenteuer satt: Johannes, Yannik und Alber (v.l.) stöbern im Glockenhaus in den vielen spannenden Büchern. Foto: t&w

Lernen von Harry Potter

ahe Lüneburg. Ein richtiges Lieblingsbuch hat Sirina nicht. Das liegt aber keineswegs daran, dass die Siebenjährige nicht gerne liest. Im Gegenteil. Sie ist ein echter Bücherwurm und liest so gut, dass sie gerade erst in ihrer Schule den Vorlesewettbewerb gewonnen hat. Heute wird Sirina deshalb ab 15 Uhr im Glockenhaus vorlesen – bei der Lüneburger Kinder- und Jugendbuchwoche, dessen 35. Auflage gestern eröffnet wurde.

Sirina und ihre Klassenkameraden aus der 2c der Grundschule Kreideberg gestalteten den musikalischen Rahmen der Eröffnungsveranstaltung. Mit ihrer Lehrerin Birgit Giersch hatten sie sogar extra eigene Lieder für ihren großen Auftritt getextet und heimsten dafür verdienten Beifall ein.

Unter dem Motto „Spannung – Schätze – Abenteuer“ können sich kleine und große Leseratten bis zum kommenden Dienstag täglich zwischen 9 und 18 Uhr auf die Suche nach Schätzen in Schrift und Bildern machen. Veranstaltet wird die Woche von der Ratsbücherei und der Buchhandlung Lünebuch. Rund 3000 Kinder- und Jugendbücher liegen zum Stöbern bereit, von Klassikern wie „Peterchens Mondfahrt“ und „Der Schatz im Silbersee“ über Wissensbücher aus der „Was-ist-was?“-Reihe und den Kinder-Brockhaus bis hin zu heute angesagten Werken wie „Gregs Tagebuch“ und „Beast Quest“.

Hin und wieder mal den Computer ausschalten und stattdessen zum Buch greifen, diese Empfehlung gab Oberbürgermeister Ulrich Mädge den jungen Besuchern mit auf den Weg. Denn ein richtiges Buch, eines zum Anfassen, kein elektronisches, „das ist immer noch wichtig. Und auch ein Harry Potter kann was fürs Leben vermitteln“. Er verwies auch auf einen Schatz der Stadt, nämlich die Kinder- und Jugendbücherei, in deren Werken Kinder mitgenommen würden auf eine spannende Reise.

Dr. Heike Düselder, Leiterin des neuen Lüneburg Museums, sagte: „Wir haben auch zwei Schatzsucher bei uns: Archäologen, die viele Dinge in der Erde entdecken, die über Jahrhunderte verborgen waren und die ganze Geschichten erzählen.“ Solche Schätze werde es im neuen Museum zu sehen geben, sie lud die Kinder schon mal zum Besuch ein. Doch zunächst wünschte sie den Mädchen und Jungen, dass „jeder mindestens einen Schatz im Glockenhaus für sich entdeckt“.

Lünebuch-Inhaber Sven Orthey machte deutlich, dass die Jugendbuchwoche auch seit 35 Jahren aktive Leseförderung sei: „Lesen ist der Schlüssel zu allem, egal ob es darum geht, den Busfahrplan verstehen zu können oder sich über Inhaltsstoffe im Essen zu informieren.“ An alle Eltern appellierte er: „Hören Sie nicht auf, Ihren Kindern vorzulesen.“

Das Programm der Jugendbuchwoche 2013

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