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Dank guter Organisation und der Tatsache, dass die meisten der AVL-Vereinsmitglieder nicht das erste Mal Nikolaustüten packten, ging die Arbeit wie am Schnürchen.
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Dank guter Organisation und der Tatsache, dass die meisten der AVL-Vereinsmitglieder nicht das erste Mal Nikolaustüten packten, ging die Arbeit wie am Schnürchen. Foto: rov

Nikolaus und seine Engel sind mit der Bahn auf Tour

rov Lüneburg. Originalität liegt der Touristik-Eisenbahn Lüneburger Heide GmbH am Herzen. Nicht nur, was die alten Züge und Loks angeht. Und so steigt Ende November und Anfang Dezember ein echtes Original zu den Zuggästen hinzu: Kein geringerer als der heilige Nikolaus.

Neben wahrhaftigen Engeln hat er die eine oder andere Überraschung für die kleinen Zugfahrer mit dabei. Unterstützt wird er dabei von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg e.V. (AVL). Deren Mitglieder haben sich jetzt zum Verpack-Marathon getroffen – auf dem Vereinsgelände an der Wittenberger Bahn.

„Das ist ja schon eines der wichtigsten Ereignisse im Jahr für unseren Verein und da packen wirklich alle mit an“, erklärt Hans Dierken, der Vorsitzende der AVL. „Mit anpacken“ heißt in dem Fall vor allem erstmal „mit einpacken“: Gut 1000 Tüten werden mit süßen Schleckereien und einem kleinen Geschenk befüllt und liebevoll zugeschnürt. „Diese Arbeit ist eigentlich keine Arbeit, sondern macht einfach nur Spaß. Die Freude der Kinder hinterher entschädigt für alle Mühen“, sagt Daniel Erdmann vom Verein. Dieter Nürnberger ist ebenfalls seit den 1990er-Jahren Vereinsmitglied: „Diese Aktion bringt eben Jung und Alt im Verein zusammen.“

Vier von acht Jugendlichen des Vereins tragen heute Pappkartons mit Geschenken in die Waggons, reichen den anderen Mitgliedern die Inhalte für die Tüten an. Daniel Erdmann hat sich sogar an seinem Geburtstag extra dafür frei genommen, um beim „Eintüten“ mitzuhelfen: „Ich werde zwar heute 17, aber das muss hinten anstehen. Es ist doch selbstverständlich, dass ich hier heute dabei bin.“ Und Valentin Mühle, wie Daniel aus Lüneburg, ergänzt: „Erstens sind hier alle gut drauf und zweitens ist das Lachen der Kinder bei den Nikolausfahrten einfach unbezahlbar.“

Bezahlbar sind hingegen die Fahrten in den festlich geschmückten Waggons: „Zwölf Euro plus Verkaufsgebühr kostet eine Fahrt“, erklärt Dierken. Aber für das Geld gibt es nicht nur Nikolaus plus Überraschung, auch weihnachtliche Musik wird geboten – und zwar live. „Die Woodford School Of Musik“ aus Stelle wird mit Klarinette, Akkordeon, Saxophon und Kinderchor für ordentlich Weihnachtsstimmung in den Zügen sorgen“, erklärt Daniel Wilhelm von der AVL.

Am ersten Adventswochenende fährt der Oldtimerzug von Lüneburg (Gleis 4) nach Bleckede und endet wieder in Lüneburg. Am zweiten Adventswochenende geht die Zugfahrt mit Nikolaus und seinen Engeln von Winsen nach Niedermarschacht. Während der gut zweistündigen Zugfahrt im frisch renovierten Samba-Wagen gibt es natürlich auch für die großen Nikolausfans heiße und kalte Getränke und kleine Snacks. Und aus Erfahrungen der vergangenen Nikolausfahrten hat Hans Dierken noch einen Tipp für alle, die mitfahren wollen: „Sichern Sie sich lieber gleich die Fahrkarten für den Nikolaus-Express im Vorverkauf, denn die sind so schnell weg, wie Engel fliegen können.“

Infos und Abfahrtszeiten unter: www.heide-express.de.