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Im Sommer hat die Stadt an der Grundschule Häcklingen - ebenso wie im Roten Feld - einen Container aufstellen lassen, weil sonst nicht genügend Platz für alle Schüler gewesen 
wäre. Foto: be
Im Sommer hat die Stadt an der Grundschule Häcklingen - ebenso wie im Roten Feld - einen Container aufstellen lassen, weil sonst nicht genügend Platz für alle Schüler gewesen wäre. Foto: be

Im Roten Feld wird’s wohl wieder eng

ahe Lüneburg. Dem Vorwurf, nicht vorausschauend zu planen, wollen sich die Fachleute der Stadtverwaltung nicht aussetzen. Zumal derartige Kritik vereinzelt laut geworden war, nachdem im vergangenen Sommer an der Schule Im Roten Felde ein Container aufgestellt werden musste, obwohl die Grundschule gerade erst einen neuen Anbau eingeweiht hatte. Deshalb machte Thomas Wiebe, Leiter des Bereichs Bildung und Betreuung, schon jetzt im Schulausschuss deutlich, an welchen Lüneburger Grundschulen es im nächsten Sommer eng werden könnte.

Aktuell lernen 7860 Mädchen und Jungen an den städtischen Schulen, das sind rund tausend mehr als vor 15 Jahren – trotz Abschaffung eines kompletten Jahrgangs an den Gymnasien. Die Zahl der Klassen stieg von 321 im Schuljahr 1997/1998 auf nunmehr 350. In den städtischen Grundschulen lernen momentan 2699 Kinder. Das sind knapp 240 mehr als vor 15 Jahren. Im nächsten Sommer werden – nach dem aktuellen Stand der Anmeldungen – 684 Mädchen und Jungen in den ersten Klassen eingeschult. Mehr Anmeldungen als bei einer regulären Zügigkeit Plätze vorhanden wären aktuell für die St.-Ursula-Schule mit 82 Anmeldungen bei 52 Plätzen und für die Schule Im Roten Felde mit 80 Anmeldungen für 78 Plätze.

Ebenfalls verstärkt im Blick bei den Überlegungen, ob der vorhandene Platz reichen wird, hat Wiebe die Schulen Lüne, Häcklingen und Hasenburger Berg. Dort liegen die Anmeldungen derzeit zwar noch klar unter der maximal möglichen Kapazität. Doch Wiebe verwies auf die noch nicht genau abzuschätzenden Variablen der Planung: „Zum Einzugsgebiet von Lüne zählt die Asylbewerberunterkunft am Meisterweg und auch die neue Unterkunft auf dem Gelände der Schlieffenkaserne. Wenn wir viele Familien mit schulpflichtigen Kindern zugewiesen bekommen, werden die Zahlen dort entsprechend steigen. Und zum Einzugsgebiet von Häcklingen und der Grundschule Hasenburger Berg gehören die Neubaugebiete Pilgerpfad und Rosenkamp. Auch dort könnten durch die Neubürger noch mehrere Schüler hinzukommen.“ Außerdem sei das Sprachstandsfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen, Verschiebungen sind also überall noch möglich.

Generell steigen die Ausgaben der Stadt für die Schulen ohne Sanierungen und Umbauten von 5,77 im laufenden auf 6,21 Millionen Euro im nächsten Jahr. Jede Schule bekommt als Budget pro Klasse 204 Euro und pro Schüler je nach Schulform zusätzlich zwischen 16,32 und 20,40 Euro pro Schuljahr. Wiebe verdeutlichte auch: „Jeder vierte Euro, den die Stadt im nächsten Jahr investieren wird, fließt in unsere Schulen.“