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foto:Michael Behns Feuer Stintmarkt Abbrucharbeiten laufen

Bewohner müssen weiter auswärts schlafen, Kneipen bleiben zu

sp Lüneburg. Die ursprüngliche Prognose trifft zu, heute, Dienstag, 3. Dezember, darf noch niemand in die Häuser Am Stintmarkt zurückkehren. Morgen gegen Mittag erhofft sich die Hansestadt Lüneburg die ersten aussagekräftigen Ergebnisse der Rauchgas-Messungen, mit denen sie das Bremer Umweltinstitut beauftragt hat. Die Experten waren heute vor Ort und haben, nach Rücksprache mit Mietern bzw. Vermietern, die Wohnungen und Gaststätten genauer untersucht. Nach der aktuellen Info-Veranstaltung am heutigen Nachmittag im Glockenhaus standen noch Sozialarbeiter und Ansprechpartner für Fragen, etwa nach einem Quartier für die Nacht, hilfreich zur Seite.

Das Bürgertelefon der Hansestadt Lüneburg bleibt weiterhin für Fragen unter Tel. 309-3100 erreichbar, heute bis 22 Uhr, am morgigen Mittwoch dann wieder ab 6 Uhr.
Noch bis heute (Dienstag), 18 Uhr, dauert das Abtragen der Bauruine, soweit das nötig ist. Anschließend fährt der Bagger wieder Richtung Hamburg. Die Kolleginnen und Kollegen der städtischen Tochter AGL (Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH) sichern den Bereich mit Bauzäunen. Mit Ausnahme der Straße Am Stintmarkt werden voraussichtlich ab ca. 18 Uhr alle Straßensperrungen wieder aufgehoben. Morgen früh rücken Mitarbeiter der AGL und des städtischen Bereichs Straßen- und Ingenieurbau an und prüfen, welche groben Beschädigungen in der Straße und im Untergrund (Kanal) vor Ort zu noch zu beseitigen sind, bevor die Straße endgültig wieder frei gegeben werden kann.

Bevor die Wohnungen und Gaststätten entlang der Straße wieder betreten und genutzt werden dürfen, müssen sie frei von giftigen Rauchgasen sein.

Die Hansestadt Lüneburg arbeitet in Sachen Schadstoffen in Gebäuden schon seit rund Jahren mit dem zertifizierten Bremer Umweltinstitut zusammen. Die Experten reisten auch heute gleich an und sahen sich die Gebäude an. Wo es möglich war, nahmen sie so genannte Wischproben von den Fenster-Innenseiten. Mit einem Papiertuch und einem Lösungsmittel nahmen sie Proben, wickelten diese in Alu-Folie, dokumentierten die Funde ausführlich und brachten alles zur Auswertung nach Bremen ins Labor. Dort werden die Proben auf PAK und sonstige giftige Rückstände untersucht, die typischerweise bei einem Brand entstehen. Morgen gegen Mittag sollen Ergebnisse vorliegen.

One comment

  1. Zum Glück kam niemand zu Schaden. Schade um das jahrhunderte alte Haus, der Stint wird nie mehr sein, was er war.