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Hauke Jürgens (vorne) ist einer der Schüler, die sich jetzt als Klimadetektive auf die Suche nach Einsparmöglichkeiten machen. Wettbewerbs-Organisatorin Karen Gehrke (2.v.l.) und Alice Lippelt-Keck von der GfA (r.) übergeben die Koffer mit den Materialien an die Lehrkräfte der beteiligten Grundschulen.
Foto: t&w
Hauke Jürgens (vorne) ist einer der Schüler, die sich jetzt als Klimadetektive auf die Suche nach Einsparmöglichkeiten machen. Wettbewerbs-Organisatorin Karen Gehrke (2.v.l.) und Alice Lippelt-Keck von der GfA (r.) übergeben die Koffer mit den Materialien an die Lehrkräfte der beteiligten Grundschulen. Foto: t&w

Klimadetektive auf der Suche nach Einsparpotenzialen

lz Lüneburg. Zum siebten Mal gehen in Stadt und Landkreis Lüneburg Drittklässler an die Detektivarbeit zum Thema Klima- und Ressourcenschutz. 260 Schüler treten an, um gemeinsam mit ihren Lehrern zu erforschen, wo es an ihren Schulen und daheim Einsparpotenziale gibt.

„Unsere Schulen sind fast bei jedem Durchlauf dabei. Wir sind überzeugt von dem Wettbewerb, und es macht Spaß, mit den Schülern an den Aufgaben zu arbeiten“, sind sich Kirsi Laczka und Miriam Helm von der Heiligengeistschule sowie Heike Meyn von der Grundschule Artlenburg einig. „Es sind aber auch Schulen zum ersten Mal dabei“, sagt Organisatorin Karen Gehrke von der Klimawerk Energieagentur. Für die Grundschule Neetze und die Anne-Frank-Schule in Kaltenmoor sei die Teilnahme am Umweltwettbewerb Klimadetektive eine Premiere. „Wir sind als Umweltschule sehr aktiv. In diesem Jahr fügen wir den Wettbewerb mit zwei Klassen in unsere Arbeitsbereiche ein“, erklärt Birgit Mönchmeyer von der Grundschule Neetze.

Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA) Lüneburg als Hauptsponsor des Wettbewerbs macht es möglich, dass jedes Kind der teilnehmenden Klassen ein Aktions-T-Shirt erhält. „Das erhöht das Gruppengefühl“, glaubt GfA-Chef Hubert Ringe. Darüber hinaus können die Klassen attraktive Erlebnispreise gewinnen: Die Trickfilmschule Hollaenderart stiftet zwei Tage Animation und Teamtraining zum Erleben und Ausprobieren, die Sparkassenstiftung einen Natur-Schultag im Kletterwald Scharnebeck. Das Theater lädt eine Klasse zu einer Vorstellung des Kinder- und Jugendtheaters mit Blick hinter die Kulissen ein. Die GfA bittet zur Märchenführung ins Kloster Lüne. Die Stadt Lüneburg lädt zwei Klassen zu Führung und Empfang ins Rathaus ein, die Avacon spendiert einen Energieexperten-Workshop zu dem Thema „Strom und Wärme aus der Sonne“, das Ostpreußische Landesmuseum eine Klassenführung mit Aktionsteil unter dem Motto „Bernstein – mehr als ein fossiles Harz“.

„Wir freuen uns, dass über die Jahre bereits 2822 Drittklässler mit der großartigen Unterstützung von ihren Lehrkräften, aber auch von engagierten Vätern und Müttern als ,Klimadetektiv‘ aktiv waren und sind“, erklären Bürgermeister Eduard Kolle als Schirmherr, der städtische Umweltdezernent Markus Moßmann und Kreisrätin Monika Scherf.

Die Detektiv-Koffer wurden nun bei einer Einführungsveranstaltung für die Lehrer kostenlos an die Klassen verliehen. Sie sind mit Leitfäden, Handreichungen und Linklisten für die Pädagogen, mit Spartipps, Strommessgeräten, Raumtemperatur- und Luftfeuchtigkeitsanzeigern gepackt. Sieben Monate verbleiben für die Umsetzung des Projektes in den Schulen. Am 27. Juni 2014 ist Abgabeschluss. Der Umweltwettbewerb Klimadetektive ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis Lüneburg sowie der GfA. Finanziert wird er aus den Einnahmen einer Flächenvermietung für eine Windkraftanlage, um Organisation und Ablauf kümmert sich die Klimawerk-Energieagentur.