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Jörg Schwieger (vorn) gibt den Takt vor, der stimmgewaltige Chor singt Huwll never walk alone - in Anlehnung an Wirt Huw Hamilton, dessen Irish Pub Opfer des Feuers wurde. Foto: t&w
Jörg Schwieger (vorn) gibt den Takt vor, der stimmgewaltige Chor singt Huwll never walk alone - in Anlehnung an Wirt Huw Hamilton, dessen Irish Pub Opfer des Feuers wurde. Foto: t&w

Künstler-Chor bekundet seine Solidarität

us Lüneburg. Noch nie habe ich eine Wette so gern verloren wie diese. Jörg Schwieger strahlte und war ein auch wenig überwältigt. Rund 60 Lüneburger waren am Sonntagnachmittag dem Aufruf auf der Facebookseite Stintfeuer-Hilfe Lüneburg gefolgt und zur Brandruine am Stint gekommen. Schwieger hatte gewettet, dass er und sein Team es nicht schaffen würden, 30 Künstler am Sonntag, 14 Uhr, vor das abgebrannte Lösecke-Hauses das Lied Huw! never walk alone – eine spezielle, dem Anlass angepasste Variante des berühmten Youll never walk alone – ertönen zu lassen.

Zunächst sah es auch nicht danach aus, sagte Schwieger. Der Grund: Einige, die dem Aufruf gefolgt waren, versammelten sich direkt vor der Ruine am Stint, andere am Alten Kran auf der anderen Ilmenau-Seite. Als sich diese dann auch auf den Weg zum Stint machten, war schnell klar, dass die Wette verloren war. Mit so vielen habe ich wirklich nicht gerechnet, sagte Schwieger, setzte sich auf seinen Cajon und gab den Takt für das Lied vor, das 1945 vor dem Hintergrund der Zerstörungen und Trümmer des Zweiten Weltkriegs komponiert und vielfach interpretiert worden ist. Dazu muss ich sagen, dass dieses Lied natürlich allen gewidmet ist, die durch den Brand zu Schaden gekommen sind, nicht nur Huw Hamilton. Aber es passte so gut, sagte er.

In den nächsten Tagen wollen Schwieger und das Team der Stintfeuer-Hilfe auf Lüneburger Firmen und Unternehmen zugehen und diese um Spenden für die Brand-Geschädigten bitten. Spenden kann man bei uns, aber natürlich auch direkt bei der Aktion Guter Nachbar, sagt Schwieger. Er will sich dazu aber auch noch mit der Stadt abstimmen. Und er plant schon weiter: Die Aktion soll mit einer offiziellen Spendenübergabe abgeschlossen werden. Wie und wo, weiß ich noch nicht, aber auch das werden wir hinbekommen, zeigte er sich zuversichtlich.

Dass die Wette auch tatsächlich verloren wurde, ist nachprüfbar: Das Beweis-Video ist auf der Facebookseite Stintfeuer-Hilfe Lüneburg zu sehen.