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Seit Wochen organisieren Claudia Bitti und Arne Evers das 24-Stunden-Schwimmen im Hallenbad des SaLü, jetzt gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase. Foto: t & w
Seit Wochen organisieren Claudia Bitti und Arne Evers das 24-Stunden-Schwimmen im Hallenbad des SaLü, jetzt gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase. Foto: t & w

Schwimmen für Bürger in Not

off Lüneburg. Die Plakatwände sind gebucht, die Laufzettel vorbereitet und die Werbebanner entworfen: Fünf Wochen vor dem Startschuss für das 24-Stunden-Schwimmen im Hallenbad des SaLü am 11./12. Januar, 10 bis 10 Uhr, laufen die Vorbereitungen in der Kurzentrum Lüneburg Kurmittel GmbH auf Hochtouren – für Claudia Bitti seit der Premiere 2006 eine Herzensangelegenheit. Damals machte die Marketing-Mitarbeiterin aus der Aufforderung ihres Chef, ein 24-Stunden-Schwimmen zu organisieren, einen Aktionstag zugunsten des Guten Nachbarn. Eine Idee, die jedes Jahr mehr Schwimmer ins Wasser lockt – und bei der bis heute mehr als 20 000 Euro zusammengekommen sind.

Dem Prinzip des 24-Stunden-Schwimmens sind die Organisatoren von Anfang an treu: Jeder Euro, der an dem Tag im Hallenbad zusammenkommt, geht an den Guten Nachbarn. Und das Team der Hilfsaktion von Wohlfahrtsverbänden und Landeszeitung leitet die Spenden zu 100 Prozent weiter an unverschuldet in Not geratene Menschen aus Stadt und Landkreis Lüneburg. Längst ist das 24-Stunden-Schwimmen zur lieb gewonnenen Tradition in Lüneburg geworden, nicht nur für die Arbeitsgemeinschaft Guter Nachbar und die Mitarbeiter der Kurmittel GmbH, sondern auch für viele Schwimmerinnen und Schwimmer.

Egal ob jung oder alt, Profi- oder Freizeitschwimmer, „das 24-Stunden-Schwimmen lockt ganz verschiedene Menschen ins Wasser“, sagt Claudia Bitti, „und viele kommen jedes Jahr wieder.“ Fast 700 Teilnehmer waren es letztes Mal, auf mindestens genauso viele hofft Bitti im Januar. Dabei gilt wie jedes Jahr: Der Eintritt ins Hallenbad ist für die Teilnehmer frei.

Bei der Organisation des Schwimmens zur Seite stehen Bitti seit vergangenem Jahr die beiden Fachangestellten für Bäderbetriebe Arne Evers und Christoph Jäger. Sie helfen bei der Spendenakquise, teilen die Teams ein, sprechen sich mit den Helfern des VfL ab – und schieben Dienst beim 24-Stunden-Schwimmen. Dabei bieten sie in diesem Jahr etwas Besonderes an: Wer will, kann beim Benefizschwimmen zugleich ein Totenkopfabzeichen machen.

Ausgezeichnet werden mit dem Abzeichen Vielschwimmer, „wer eine Stunde am Stück schwimmt, bekommt das schwarze Totenkopfabzeichen, für anderthalb Stunden Schwimmen gibt es das silberne und für zwei Stunden das goldene Abzeichen“, erklärt Arne Evers. Alle Teilnehmer des 24-Stunden-Schwimmens können sich außerdem eine Urkunde abholen. „Und es wird wieder ein leckeres Büfett geben“, sagt Evers. Auch das ist längst Tradition beim Benefizschwimmen im Hallenbad des SaLü zugunsten der Hilfsaktion Guter Nachbarn.