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Das Jugendorchester zeigte ein buntes Repertoire von Beethoven bis zum Weihnachtsklassiker. Foto: jk
Das Jugendorchester zeigte ein buntes Repertoire von Beethoven bis zum Weihnachtsklassiker. Foto: jk

Flutissima entführt in die Musicalwelt

jk Bardowick. Es war das 13. Konzert des Orchesters und die Generalprobe fand ausgerechnet an einem Freitag, dem 13., statt. Also kein Vorhaben für Abergläubische. Gleichwohl, um es vorweg zu nehmen: Das Jahreskonzert des Blasorchesters „Flutissima“ des TSV Bardowick am Sonnabend im Bardowicker Dom war ein voller Erfolg. Die wochenlange Probenarbeit hatte sich ausgezahlt. Was die rund 100 Musikerinnen und Musiker unter Leitung von Nicole Maack über zwei Stunden im voll besetzten Dom boten, war beeindruckend und so mancher im Publikum konnte den Beifall kaum bis zur Pause zurückhalten.

Nicole Maack und Musiker im Alter zwischen 6 und 60 Jahren hatten den Abend unter den Leitsatz „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ von Friedrich Wilhelm Nietzsche gestellt. Und ihr Auftritt stellte unter Beweis, dass sie diese Philosophie auch leben.

Es wurde ein abwechslungsreicher Ausflug in die Welt der Musicals sowie der Filmmusik, gelungen moderiert unter anderem von sieben jungen Damen, die direkt der Musicalwelt entsprungen schienen. Besonders zu erwähnen, die elfjährige Charlotte Heger als stets ernst dreinblickendes Phantom der Oper. Gekonnt kommentierte sie jeden angekündigten Musical-Ausschnitt. Meist im Gespräch mit den anderen „Musical-Mädchen“: May-Britt Augustin als „Pearl“ aus „Starlight Express“ und als „Sofie“ aus „Mama Mia“, Vanessa Goerke als „Belle“ aus „The Beauty and The Beast“, Alexandra Winkler als „Corsette“ aus „Les Miserables“, Tabea Tietze als „Maria“ aus „Westside Story“, „Jane“ aus „Tarzan“, Emma Kressmann als „Simba“ aus „König der Löwen“ und Alina Grinda als „Arielle“ aus „Die kleine Meerjungfrau“.

Dass die jungen Damen des „Flutissima“-Orchesters nicht nur souverän auf ihren Instrumenten spielen, sondern auch tänzerisches Talent haben, zeigten Greta Ebert, Lara Helwig, Vera Brutusmann, Belana und Benita Plümer sowie Lea Düffert beim Oldie „YMCA“. Mit den Solistinnen Jelte Mertens (Saxophon) und Nane Bening (Klarinette) entführte das Orchester in die schottischen Highlands, bot als Kontrapunkt eine Polka, den „Böhmischen Traum“ von Norbert Gälle.

Dass zu einem Weihnachtskonzert nicht unbedingt die bekannten Lieder gehören müssen, bewies das Orchester mit einem stimmungsvollen Auftakt zu den Feiertagen, ganz ohne „Stille Nacht“ oder „O Tannenbaum“. Das heißt, so ganz ohne Weihnachtslieder ging es dann doch nicht: Bing Crosbys „White Christmas“, der rotnasige Rudolph und, gespielt von vier der jüngsten „Flutissima“-Musiker, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, durften nicht fehlen.