Aktuell
Home | Lokales | Das Mädchen mit der Gitarre
Die Sängerin Nicole Milik.

Das Mädchen mit der Gitarre

Nicole Milik aus Lüchow hat früher in der Mädchenband „Direkt“ gesungen und dann als ,,Mädchen mit der Gitarre“ das Internet erobert. Jetzt hat die 18-Jährige ihre erste Single herausgebracht. Produziert hat die kein Geringerer als Tobias Kuhn, der sonst für Udo Lindenberg oder Die Toten Hosen arbeitet. „The Bigger Picture“ ist zwar nur digital im Internet erhältlich, hat es aber gleich in den Soundtrack der deutschen Grimme-Preis-ausgezeichneten Serie „Add a friend“ des Bezahlfernseh-Senders „TNT Serie“ geschafft. Im Interview mit Benjamin Piel spricht die 18-jährige über ihren Erfolg.

Sie sind irre erfolgreich bei der Online-Video-Plattform „YouTube“ unter dem Nickname „nicolascage09“. Warum ausgerechnet der Schauspieler Nicolas Cage?

Nicole Milik: Das liegt nicht daran, dass ich ein riesiger Cage-Fan bin, sondern daran, dass mich meine Cousine früher immer Nicolas Cage genannt hat. Als ich dann vor viereinhalb Jahren meinen YouTube-Kanal erstellt habe und ich nicht wusste, wie ich ihn nennen soll, habe ich mich einfach für „nicolascage“ in Kombination mit dem damaligen Jahr entschieden. Ich habe nie damit gerechnet, dass mein Kanal so einen Zulauf haben würde. Seitdem ich unter meinem richtigen Namen auftrete, steht er unter den Videos.

Warum hat Ihre Cousine Sie Nicolas Cage genannt?

Milik: Sie ist eine liebevoll-verrückte Person. Sie nannte meine Schwester Anja Antonio Banderas und mich Nicolas Cage — wahrscheinlich nach unseren Vornamen.

Sie haben mehr als 84000 Abonnenten bei YouTube, User haben Ihre Videos fast 21 Millionen Mal angeklickt. Stolze Werte.

Milik: Es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, dass täglich tausende Menschen auf der ganzen Welt meine Videos anschauen. Die Zahl der Abonnenten entspricht dem Zehnfachen der Einwohner Lüchows. Unfassbar. Ich freue mich über die Möglichkeit, meine Musik mit vielen Zuschauern zu teilen.

Die Fans auf YouTube haben mich immer wieder motiviert, weiter Musik zu machen — dafür bin ich dankbar. Jetzt haben Sie Ihre erste Single aufgenommen. Sind Sie stolz?

Milik: Das war immer ein großer Traum. Wenn ich jetzt den iTunes-Store öffne, meinen Namen ins Suchfeld eingebe und meine Single erscheint, dann ist das ein großartiges Gefühl. Ich mache zwar seit langer Zeit Musik, habe aber hauptsächlich Cover-Songs hochgeladen. Wenn ich mal eigene Songs veröffentlicht habe, dann nur Akkustikversionen, bei denen ich in meinem Zimmer vor einer Kamera sitze. Den Menschen nun ein professionell produziertes Lied anbieten zu können, ist schön.

Glauben Sie, dass Sie irgendwann vom Musikmachen leben können?

Milik: Ja! Ich weiß nicht, wann der Tag kommen wird, aber wenn man am Ball bleibt, ist das machbar. Mein früherer Gitarrenlehrer Fritz Klipp hat mir letztens gesagt: „Hab‘ Geduld und folge deinem Gefühl. Da mir seine Ratschläge immer geholfen haben, werde ich mit Sicherheit auch diesem Rat folgen.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Milik: Ein Ziel ist es, innerhalb der kommenden Jahre ein Album zu veröffentlichen. Außerdem will ich viel auf der Bühne stehen. Mein größter Traum ist es, einmal die amerikanische Sängerin Pink zu treffen und mit ihr zu singen. Sie ist der absolute Wahnsinn und seit Jahren meine absolute Lieblingssängerin.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LZ.