Dienstag , 27. September 2016
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Der beliebte TV-Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt besuchte im April 2013 die Lüneburger Kindertafel: "Das hat mich berührt und beeindruckt. Ich habe großen Respekt vor denjenigen, die sich tagein, tagaus unentgeltlich für andere einsetzen. Ohne sie ginge es nicht." Foto: A/t & w
Der beliebte TV-Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt besuchte im April 2013 die Lüneburger Kindertafel: "Das hat mich berührt und beeindruckt. Ich habe großen Respekt vor denjenigen, die sich tagein, tagaus unentgeltlich für andere einsetzen. Ohne sie ginge es nicht." Foto: A/t & w

Vereins-Meyer geht an den Start

rast Lüneburg. Mehr als 500 000 Vereine gibt es in Deutschland, gut 90 000 allein in Norddeutschland. Was begeistert die Menschen am Vereinsleben, womit beschäftigen sie sich, welche möglichen und unmöglichen Hobbys gibt es eigentlich? Den Fragen geht der „NDR-Talkshow“-Gastgeber Hubertus Meyer-Burckhardt in einem neuen Fernsehformat nach: Am Sonnabend, 4. Januar, startet er um 17.30 Uhr im NDR-Fernsehen als „Der Vereins-Meyer“. Über seine Mission, für die sich ab sofort auch Lüneburger Vereine bewerben können, sprach die LZ mit Hubertus Meyer-Burckhardt.

Wer hatte die Idee für das neue Format und was reizt Sie daran?
Hubertus Meyer-Burckhardt: Die Idee zur Sendung hatten Carola Conze, Redakteurin der NDR-Talkshow, und ich gemeinsam. Dass sich so viele Menschen in Vereinen zusammentun, um mit Gleichgesinnten im Kontakt zu sein und dies durch regelmäßige Treffen auch zu bleiben, ist ein Teil der deutschen Kultur. Mich reizt es, in verschiedene Vereinsleben einzutauchen. Die Menschen dort sind selbst begeistert von ihrem Hobby, und es macht Freude, diese Begeisterung zu erleben und dann auch zu teilen. Für unsere erste Sendung war ich zum Beispiel in einem Pudelclub und bin freundlichst aufgenommen worden – von Mensch und Tier. Und ich war beim Kegelclub in Räber hier im Lüneburger Land, wo man sich rührend bemüht hat, mir das Vereinsleben im wahren Sinne „schmackhaft“ zu machen, was bestens gelang, denn fürs leibliche Wohl war mehr als ausreichend gesorgt – bevor endlich gekegelt wurde . . .

Welchen Stellenwert in der Gesellschaft haben Vereine aus Ihrer Sicht?
Meyer-Burckhardt: In einer Leistungsgesellschaft sind Vereine Familienersatz, Heimat und Treffpunkt Gleichgesinnter. Lange Zeit hatten Vereine vor allem bei jungen Leuten ja nicht den besten Ruf, vielfach hörte man, Vereine seien altmodisch oder spießig. Aber jetzt, wo Schrebergärten wieder in sind, erleben auch Vereine in einer Gesellschaft der Singles eine Renaissance. Sie geben Heimat, und man trifft sich mit Gleichgesinnten. Das hat doch viel Positives, weshalb mich der fröhliche Titel unserer neuen Sendung, „Der Vereins-Meyer“, auch besonders freut.

Wie sehen Sie die Rolle von Ehrenämtern?
Meyer-Burckhardt: Was wäre unsere Gesellschaft ohne diejenigen, die Ehrenämter bekleiden? Im April war ich bei der Lüneburger Kindertafel, das hat mich berührt und beeindruckt. Ich habe großen Respekt vor denjenigen, die sich tagein tagaus unentgeltlich für andere einsetzen. Ohne sie ginge es nicht.

Sind Sie oder waren Sie mal Mitglied in einem Verein oder ist der „Vereins-Meyer“ gar ein Vereins-Muffel?
Meyer-Burckhardt: Ich bin Mitglied beim Sportverein KSV Hessen Kassel. Kassel ist meine Geburtsstadt. Als Vereinsmuffel würde ich mich nicht bezeichnen, aber meine Zeit ist so knapp bemessen, dass ich die regelmäßigen Treffen, die wesentlich sind fürs Vereinsleben, nicht einhalten könnte. Ein echter Vereins-Meyer bin ich also nur im Fernsehen.

Welche Vereine suchen Sie für die Mitwirkung und wie können Sie sich bewerben?
Meyer-Burckhardt: Bewerben können sich alle Vereine. Wir freuen uns schon auf viele Rückmeldungen aus dem Norden und versprechen ein feinfühliges TV-Porträt mit der nötigen Prise Humor und manchmal einem Augenzwinkern. Ich bin gespannt, wer sich bewirbt, immerhin darf ich mit meinem Kamerateam überall hinreisen, und wer mich kennt, weiß, ich mache – fast – alles mit.

Vereine aus Norddeutschland können mit überzeugenden Argumenten ihre Einladung an Hubertus Meyer-Burckhardt unter der E-Mail-Adresse dervereinsmeyer@ndr.de schicken.