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Für die Saison in diesem Jahr haben die Betreiber des ,,Mäxx" noch keinen Antrag auf den Betrieb einer Außengastronomie gestellt. Zudem läuft eine Räumungsklage gegen die Wirte. Foto: be
Für die Saison in diesem Jahr haben die Betreiber des ,,Mäxx" noch keinen Antrag auf den Betrieb einer Außengastronomie gestellt. Zudem läuft eine Räumungsklage gegen die Wirte. Foto: be

Räumungsklage liegt bei Bundesgericht

ca Lüneburg. Die Zukunft des ,,Mäxx“ an der Schröderstraße bleibt ungewiss. Wie berichtet, führt der Besitzer der Immobilie eine Räumungsklage gegen die Betreibergesellschaft, die Levante GmbH. Vorm Landgericht als auch vorm Oberlandesgericht in Celle musste die Levante GmbH Niederlagen einstecken, sie müsste die Räume also eigentlich räumen, doch dagegen wehrt sie sich. So liegt der Fall nun beim Bundesgerichtshof. Der habe aber noch keine Stellung genommen, ob er sich überhaupt mit dem Fall befassen wolle, heißt es auf Nachfrage der LZ von Sebastian Jäkel, dem Anwalt des Hausbesitzers.

Derweil ranken sich weitere Gerüchte um das Lokal. So fragten sich kürzlich Gäste und Nachbarn, ob das Mäxx bereits geschlossen habe, weil es Stunden später als üblich geöffnet hatte. Es hatte wohl Probleme mit der Stromzufuhr gegeben, die aber gelöst werden konnten. Gesellschafter Demir Tas war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. So bleibt auch eine weitere Frage offen: Baut das Mäxx in der kommenden Saison wie gewohnt Tische und Stühle auf Schröderstraße und Schrangenplatz auf? Von der Stadt heißt es dazu, noch sei keine entsprechende Genehmigung von Seiten der Levante GmbH beantragt worden.

Wie berichtet, steht das Mäxx besonders im Fokus, nachdem sich der ehemalige Wirt Mehmet Sevim 2011 offenbar nach Differenzen mit dem Finanzamt zu einem Dauerurlaub aufgemacht hat, angeblich im türkischen Antalya. Hintergrund sollen Steuerschulden in mehrfacher Millionenhöhe sein. Die Steuerfahndung kam quasi in einer zweiten Welle Anfang vergangenen Jahres erneut zu Hausbesuchen ins Mäxx sowie in weitere Lüneburger Gaststätten und zu leitenden Mitarbeitern. Dem Vernehmen nach sollen damals rund 200 Fahnder in Stadt und Kreis sowie im Bereich Hildesheim 20 Objekte durchsucht haben. Die Finanzbehörden nehmen zu Nachfragen keine Stellung und verweisen auf das Steuergeheimnis.