Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die Vorsitzende der Lüneburger Kreislandfrauen, Sabine Block (M.), wird bei der Grünen Woche in Berlin mit einem Team von 29 Frauen an einem eigenen Messestand die Heidekartoffel präsentieren. Mit im Gepäck ist auch das Kochbuch der Kreislandfrauen.  Foto: t&w
Die Vorsitzende der Lüneburger Kreislandfrauen, Sabine Block (M.), wird bei der Grünen Woche in Berlin mit einem Team von 29 Frauen an einem eigenen Messestand die Heidekartoffel präsentieren. Mit im Gepäck ist auch das Kochbuch der Kreislandfrauen. Foto: t&w

Mit der Heidekartoffel nach Berlin

off Lüneburg. Die Kartoffeln sind handverlesen, die Standzeiten auf 29 Landfrauen verteilt und die Tickets in die Hauptstadt gebucht. Nach einem Jahr Pause fahren die Lüneburger Kreislandfrauen in diesem Jahr wieder zur Grünen Woche nach Berlin und sorgen mit ihren Heidekartoffeln ab Freitag, 17. Januar, dafür, dass es in der Niedersachsen-Halle auch wirklich nach niedersächsischen Spezialitäten schmeckt.

An ihrem eigenen Messestand, fünf mal vier Meter groß, wird das Team um die Kreisvorsitzende Sabine Block wahlweise Pellkartoffeln oder Rosmarinkartoffeln mit Quark anbieten. Eine Tradition, die 2009 die damaligen Landfrauen-Chefinnen Christel Wegener und Ursula Hartmann ins Leben gerufen haben. Nicht nur, weil sie Lust auf Berlin hatten. „Sondern vor allem, weil es damals in der ganzen Niedersachsen-Halle keine einzige Kartoffel gab“, sagt Sabine Block.

Als neue Vorsitzende der Kreislandfrauen hat Sabine Block den Messeauftritt zum ersten Mal organisiert, „mit toller Unterstützung meines Teams“, sagt sie. So hat sich Ursula Hartmann zum Beispiel um die Sponsoren gekümmert und als großzügen Spender die Sparkassenstiftung gewonnen. Als Kartoffelbäuerin aus Rettmer sorgt Hartmann zudem für mehr als zwölf Zentner erstklassige Heidekartoffeln. Mit einem eigens gemieteten Sprinter werden die handverlesenen Knollen aus der Salz- in die Hauptstadt gefahren, ebenfalls im Gepäck kiloweise gespendeter Quark der Hochwald-Molkerei sowie literweise Raps- und Leinöl der Echemer Ölmühle. Aus Amelinghausen gehen mit den Landfrauen auch noch einige Mettwürste der Landschlachterei Drewes und ein paar Liter Alchimistenschnaps mit auf die Reise. Heimische Spezialitäten, die sich die Besucher der Internationalen Messe von Freitag, 17., bis Sonntag, 26. Januar, am Stand der Lüneburger Kreislandfrauen schmecken lassen können.

Gekocht wird bei den Landfrauen täglich frisch, auch bei der Grünen Woche in Berlin. „Wir haben an unserem Stand eine eigene Küche“, sagt Sabine Block, „da werden wir ständig frische Pellkartoffeln kochen und die Rosmarinkartoffeln zubereiten.“ Dabei gilt dasselbe Motto wie zu Hause: Verschwendung vermeiden. „Die Pellkartoffeln, die am Abend übrig bleiben, werden eingelegt und zu Rosmarinkartoffeln verarbeitet.“ Typisch Landfrauenart: praktisch, patent und mit viel Liebe zum Lebensmittel.

Am Dienstag, 21. Januar, sind Sabine Block und ihre Landfrauen in der Niedersachsen-Halle außerdem für das Bühnenprogramm zuständig. „Frau Hartmann wird als erfahrene Landwirtin über den Anbau, die Ernte und die Eigenschaften von Kartoffeln informieren“, berichtet Sabine Block.

Mit ihrer Mitstreiterin bei dem Schulprojekt „Kochen mit Kindern“, Karen Greve-Krause, wird sie außerdem für eine Schulklasse einige spielerische Aktionen rund um die Kartoffel auf die Beine stellen. Insgesamt zehn Tage Programm für die Lüneburger Kreislandfrauen und die Garantie dafür, dass es in der Halle des deutschen Kartoffelanbaulandes Nummer eins auch echte Kartoffeln gibt.

Mehr Informationen zum umfangreichen Programm bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin und zu den zahlreichen Ständen in der Niedersachsen-Halle finden Sie auch im Internet unter den Adressen:
www.gruenewoche.de und www.niedersachseninBerlin.de